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Frage an die Profis betreffend einem Symptom - Druckversion

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RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - Waldgeist - 10.09.2017

Soweit ich weiß können IGG-Antikörper auch durch andere Infektionen oder auch bei Autoimmunerkrankungen erhöht sein und nicht nur bei Borreliose;

Korrigiert mich bitte, wenn ich da einen Denkfehler habe;


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - Zotti - 10.09.2017

(10.09.2017, 18:58)StefanMeier schrieb:  Versteht ihr worauf ich hinaus will?

Nö, ehrlich gesagt, nicht mehr so ganz.
Das die ganzen Borrelien Antikörpertests nur bedingt aussagekräftig sind haben wir ja nun mehrfach festgestellt.
Das kann am Labor liegen, an dem Testkit, an Deinem Immunsystem, an AB Einnahme ... Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich mich nicht so sehr an den IGG's und IGM's festbeissen, sondern mehr Gewichtung auf das Befinden legen und mich zusammen mit meinem Arzt danach richten.
Das Du Borrelienkontakt irgendwann in Deinem Leben hattest ist ja nun klar.
Ob die Beschwerden davon kommen, könnte man vielleicht nach einem Behandlungsversuch beurteilen.
Mit dem Interpretationsversuch Deiner Blutwerte machst Du Dich doch nur verrückt.


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - StefanMeier - 10.09.2017

Doch, durch aus finde ich es mehr als interessant!

Denn egal bei welchem Therapeuten du dich befindest, Zuerst wird aufs Blut geschaut. Ist IGM positiv und der Blot dazu, bist du in einer vermutlich frischen Infektion/oder auch nicht. Und stell dir vor zwei Wochen später sind dann noch IGG dabei, ohne vorige AB Einnahme. Dann wärst du ja auf einmal chronisch. Darauf will ich hinaus. Das alles macht überhaupt keinen Sinn! Denn binnen zwei Wochen mit Kontrolle im selben Labor kannst du logischerweise nicht chronisch werden. Fakto: alles totaler Schwachsinn!

Zum Thema Symptome: ich nehme jetzt seit fünf Tagen Antibiotika. Die Symtome sind bei mir immer noch die selben. Meine Verdauung wird und wird nicht besser, (nein es liegt nicht am Antibiotika) meine Beine sind immer noch wie eine art kribbeln, wenn ich im Raum mit Leuten bin fühle ich mich wie früher in besten Schilddrüsenzeiten (die ist aber eingestellt). Wie im
film/Brainfog/nicht anwesend. Muedigkeit/ Abgeschlagenheit...

Ja, was habe ich denn nun? Mich nervts wenn es nicht zu finden ist.


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - Waldgeist - 10.09.2017

Zitat:Den binnen zwei Wochen im selben Labor kannst du logischerweise nicht chronisch werden.

Ruf doch einfach mal morgen das Labor an und frage nach.

LG;


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - StefanMeier - 10.09.2017

(10.09.2017, 19:44)Waldgeist schrieb:  
Zitat:Den binnen zwei Wochen im selben Labor kannst du logischerweise nicht chronisch werden.

Ruf doch einfach mal morgen das Labor an und frage nach.

LG;

Kann denn davon ausgegangen werden, wenn in dem einen Labor der IGM sowie Blot positiv ist, dass der selbe Test in einem anderen Labor auch positiv ausfällt? Oder ist selbst das nicht gegeben? Eigentlich müsste ja davon ausgegangen werden!


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - johanna cochius - 10.09.2017

Bzgl. AB brauchst du viel mehr Geduld.
Bzgl. Labor, da kannst du dein Blut in 10 verschiedene schicken und bekommst wahrscheinlich 8 unterschiedliche Ergebnisse.

Wenn du im selben Labor innerhalb von 2 Wochen dieses Ergebnis hattest, dann fände ich die Idee dort anzurufen auch interessant.


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - urmel57 - 11.09.2017

(10.09.2017, 15:20)StefanMeier schrieb:  Hallo Forum,

ich hatte hier meinen Befund mal zuvor eingestellt. Igm
Positiv, igg negativ, immunoblot igm p22 und p41. Keiner weiss ob aktive oder nicht aktive Borreliose. Westernblot bei einem anderen Labor wird gemacht.

Dein Laborbefund ist typisch für die frühe Krankheitsphase. Seltsamerweise kann er aber darüber hinaus auch bei bereits stattgefundener antibiotischer Behandlung hinaus bestehen bleiben, ohne, dass man daraus einen Krankheitswert ableiten kann. Er ist also nur richtungsweisend in der Frühphase aber nicht beweisend für eine bestehende aktive Borrelienerkrankung.

Zitat: ist es typisch für die Borreliose das alle Symptome mit ganz schlechter Verdauung einhergehen? Die seit sechs Wochen nun besteht und sich einfach nicht bessert.

Es ist nicht typisch, dass alle Borreliosesymptome mit schlechter Verdauung einhergehen - schlechte Verdauung allerdings sorgt für Ungleichgewicht aller Nähr- und Mikronährstoffe und das kann eine Reihe Symptome verursachen.

(10.09.2017, 18:27)StefanMeier schrieb:  in der Frühphase bilden sich (nicht bei jedem) IGM. So wie bei mir auch. IGG negativ. Das kann bedeuten dass noch keine langfristige Borreliose vorliegt. Es wird im Frühstadium der IGM mit Antibiotika behandelt. Gehen wir davon aus es ist erfolgreich.

Zitat:Nicht desto trotz werden dann doch die IGG Antikörper später auch noch gebildet , oder nicht? Wenn ich aber erfolgreich behandelt bin zeigen die dann enstandenenIGG Antikörper doch an, dass ich eine chronische Borreliose habe. Obwohl erfolgreich behandelt wurde. Das macht keinen Sinn. Im Prinzip sind diese ganzen Blutwerte doch totaler Schwachsinn oder nicht? Wo ist mein Denkfehler?

Bei erfolgreicher Behandlung in der Frühphase werden sehr oft keine IgG gebildet. Entstandene IgG-Antikörper zeigen dann auch keine chronische Borreliose an, lediglich dass du mit Borrelien Kontakt hattest.

Letztlich würde ein positiver IgG lediglich beweisen, dass du tatsächlich mit Borrelien in Kontakt warst. Die IgM gerade in der von dir beschriebenen Konstellation können auch bei Gesunden gefunden werden - ist dann also in der Aussage so viel wert, wie eine geworfene Münze.Dazu sind die IgM -Antikörper weit unspezifischer als die IgG. Falls nun IgG gefunden würden, hieße das lediglich, dass du mit Borrelien in Kontakt warst. Das kommt bei ausgeheilter Borreliose vor aber auch bei chronischen Krankheitsverläufen der Lyme-Borreliose. Der Antikörpertest eignet sich nicht dazu das zu unterscheiden. Dazu werden auch Tests von Laboren verwendet, die nicht akkreditiert sind, womit sich die Verlässlichkeit der Tests auch nicht erhöht, wenn man mit solchen Tests positive Ergebnisse bekommt.

Wenn du möchtest schau dir diese Studie mal an: Dort wird über die Inzidenz der Lyme-Borreliose in Schweden in einer größeren Population berichtet. Ich finde dabei sehr interessant, dass die Serokonversion sogar häufig unterbleibt, man darf aber davon ausgehen, dass die Erkrankten mit Antibiotika behandelt wurden.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8401

Fazit: Die Antikörpertests sind höchstens dazu geeignet eine Therapie begründen zu können, nicht jedoch um die Krankheit zu beweisen.

Über die chronischen Verläufen der Lyme-Borreliose gibt es keine strukturierten zielgerichteten Studien, es gibt noch nicht mal eine allgemein anerkannte Definition dieser Verläufe mit Ausnahme der ACA (chronische klar definierte Hauterkrankung in der Spätphase) und der chronischen Neuroborreliose ( in einer sehr engen Definition, die enge Diagnosevoraussetzung erfüllen muss). Von daher macht man es sich vielerorts einfach, indem man erklärt, das gäbe es daher dann auch nicht. Damit hast du das ganze Dilemma, in dem wir stecken und wir uns hier im Verein Bemühen, das den Verantwortlichen aufzuzeigen.

Uns bleibt vorerst leider nur übrig sich an nicht ausreichend wissenschafltich abgesicherten Informationen heranzuhangeln und zu hoffen, dass man dabei auf den richtigen Weg kommt. Dabei kann man wenn man Glück hat, auf die empirischen Erfahrungen von erfahrenen Ärzten hoffen.

Einer davon wäre zum Beispiel: Falls du Informationen zum aktiven Krankheitsverlauf suchst, könntest du es mit einem LTT versuchen, der leider aber auch fehlerbehaftet sein kann. Falls ein positiver LTT mit Antibiose negativ wird, ist das jedoch auch richtungsweisend, dass sich durch Antibiotika im Körper was tut. Idealerweise sollten dann auch gesundheitliche Verbesserungen damit verknüpft sein.

Nicht vergessen sollte man dann auch, andere Erkrankungen mitzubetrachten, unabhängig davon ob sie nun durch eine Borreliose ausgelöst wurden oder unabhängig davon entstanden sind. Falls diese behandelbar sind, sollte man das daraus eventuell ableitbare Theapieoptionen dann durchaus auch nutzen.

Also was ich meine, man sollte durchaus zweigleisig fahren und sich Modelle suchen, die vor allem auch für einen selbst passen sollten.

Liebe Grüße Urmel


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - StefanMeier - 11.09.2017

Langsam falle ich vom Glauben ab!

Habe jetzt gerade die Laborwerte vom Hausarzt bekommen, der noch mal den Immunoblot getestet hat im Labor. Mein positiver Befund im IGM und den zwei nachgewiesenen Banden war von einem anderen Labor was ich privat gezahlt hatte. Dies noch mal als Hinweis.

Der jetzige Labor Test

(igm/igg suchtest)

und

immunoblot p83,58,43,39,30,ospc,p21,osp17,dbpa,p14,,p41,p39,ospc,ospc17, beides aus dem immunoblot igm/igg)

Sind in sämtlichen Markern negativ❗️

Zwischen der Blut Untersuchung liegen ungefähr neun Tage bei den zwei verschiedenen Labors. Daraufhin habe ich gerade im Labor angerufen und mir das erklären lassen. Der Mediziner hielt auch die Bande P 22 (Welche von denen als unspezifisch dargestellt wird) für nicht relevant. Im ersten privat gezahlten Test war die allerdings im Blot enthalten. Warum der eine Test nun positiv sei und der andere bei denen negativ kann er sich nicht erklären. Vermutlich Zeit IGM nur eine alte Diskrepanz an, deren aktueller Test sei sehr spezifisch meinte er.

Das ist doch verrückt liebe Leute.

Laut aktuellem Labor habe ich also NICHTS!


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - Ehemaliges Mitglied - 11.09.2017

Aus #12
Zitat:Mit dem Interpretationsversuch Deiner Blutwerte machst Du Dich doch nur verrückt.

Zitat:Je mehr man über Borreliose herausbekommt, desto deutlicher wird das große Unwissen über sie. Das erklärt so manches Vorurteile und den Streit über Diagnostik und gesundheitliche Folgen.
Aus:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/zecken/article/858849/borreliose-unterschaetzte-syphilis-wald.html

http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/115_dbu.pdf
[/quote]
http://www.lymenet.de/literatur/everth_Borreliose-Serologie.pdf
Mehr
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8927


RE: Frage an die Profis betreffend einem Symptom - StefanMeier - 11.09.2017

Es kann nicht sein das mir ein Labor vor 9 Tagen igm und 2 Banden positiv nachweist und heute bescheinigt mir ein anderes Labor alles sei negativ.

Sorry, aber das ist nicht möglich.