Forum Borreliose & Co-Infektionen
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RE: EliSpot - Valtuille - 06.05.2019

Der Elisa oder der Blot sind nicht wertlos, sondern müssen eben entsprechend interpretiert werden, was leider oft nicht so passiert, wie es sein sollte. Die neue Testgeneration der Elisas ist mittlerweile auch bei der Spezifität schon recht hoch. Einen Aktivitätsnachweis können sie nicht liefern, dass die zellulären Tests das tun, ist jedoch bislang reine Mutmaßung (oder Marketing...).
Zudem kennt man bei den gängigen Test zumindest ansatzweise deren Grenzen, was beim LTT eher weniger und beim Elispot überhaupt nicht der Fall ist. Die Einschränkungen, die für die Serologie gelten, können in den meisten Fällen auch auf die zellulären Tests übertragen werden

Eigentlich alle "Borreliose-Spezis", bei denen ich war, haben die zellulären Tests mit erheblicher Skepsis gesehen, außer in einem Fall, in dem es finanzielle Interessenskonflikte. So wirklich verstanden haben die Spezis die Tests aber selbst oft nicht.

Eine Diagnose rein anhand von Symptomen, wie es einige bei ILADS fordern, halte ich, beim EM mal abgesehen, für kaum möglich, da die allermeisten Beschwerden auch durch andere Erkrankungen verursacht werden können (und ILADS Borreliose als den großen Imitator bezeichnet). Alleine mit Ausschluss von anderen Erkrankungen ist es damit auch nicht getan, zumal die Diagnostik bei anderen Erkrankungen auch nicht immer einfacher oder zuverlässiger ist.

Was die Eingangsfrage angeht:
Zu Beginn einer Therapie ist es teilweise so, dass die spezifische Immunantwort ansteigt, die Tests also höhere Werte als zuvor ergeben. Das kann bei zellulären Tests (war bei mir beim Elispot so), aber wohl auch bei Antikörpertests der Fall sein. Zu der Frage, ob ein Wiederholen der Tests überhaupt sinnvoll ist, wurde ja bereits etwas geschrieben.


RE: EliSpot - Ehemaliges Mitglied - 07.05.2019

Aus #5
Zitat:Die CD 57 Zellen lasse ich über Krankenkasse alle 2monate machen. Diese sind bei mir auf 130 angestiegen(anfangs 7!) und die korrelieren auch mit meinem befinden.
Ich kann dazu schreiben, das ich einen Dr. kenne (viele Borreliose Patienten) der über den CD 57 sagt, seine Erfahrung in den letzten 10 Jahren ist, wenn er auf 100 + ansteigt geht es in der Regel bergauf für die Patienten. Auch längerfristig.

Der CD 57 hat keine nachgwiesene Aussagekraft zur Borreliose. Viele Ärzte/Wissenschaftler kennen den Wert nicht.
Kurz zum umstrittenen LTT, es gab Zeiten da hatte sein positives Ergebnis den Erfolg für den Patienten eine AB Behandlung zu erhalten.

Der Test war auch mal Kassenleistung!
Dann kamen noch so tolle Aussagen wie, Gelddruckmaschine.
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/zecken/article/552442/borreliosetest-nur-klinik-sinnvoll.html

CD57 (kann, vielleicht) LTT
https://www.mlhb.de/fileadmin/user_upload/Startseite/Service/Laborinformationen/LTT_und_CD57-Nachweis_zur_Diagnostik_der_Lyme-Borreliose_22.12.2015.pdf


RE: EliSpot - Ehemaliges Mitglied 1 - 07.05.2019

Oh danke Fischera,Heart aufbauende Worte kann ich gerade echt gebrauchen. Ich hab mich gerade wieder so ärgern müssen mit einem Ärzte Attest. Mehr will ich dazu nicht schreiben. Nur soviel wenn man einmal eine psychische Diagnose bekommen hat, kommt man nicht mehr runter. Auch wenn man wegen ganz was anderem zum Arzt geht. Icon_frown


RE: EliSpot - Markus - 07.05.2019

(07.05.2019, 16:06)derhorror2 schrieb:  Nur soviel wenn man einmal eine psychische Diagnose bekommen hat, kommt man nicht mehr runter. Auch wenn man wegen ganz was anderem zum Arzt geht.
Hatte das auch. Da hilft nur den Arzt wechseln, und die Psychodiagnosen dann verschweigen.


RE: EliSpot - Marilou - 07.05.2019

Mir hat mal ein Spezi gesagt, man müsste die ganzen Ärzte, die es auf die Psyche abschieben wollen, auf Unterlassene Hilfeleistung verklagen.

Es ist auch ohnehin erstaunlich. Als wenn die Ärzte sich allesamt verschworen hätten. Denn wenn wir uns das alles nur einbilden würden, hätten wir doch immerhin noch soviel Kreativität, dass jeder sich eine andere Krankheit ausdenken würde. Warum sollten wir uns alle auf die Borreliose stürzen?

Grrrr. Naja.


RE: EliSpot - mari - 08.05.2019

@ Marilou:

Vielleicht sollte man wirklich einen Versuch zu genau einer solchen Klage starten - sag ich doch auch, und sagten auch schon andere Personen aus meinem Umfeld...

Ein Jammer, dass wir noch keinen betroffenen Anwalt im Forum haben.


RE: EliSpot - Ehemaliges Mitglied 1 - 08.05.2019

@Marilou
Zitat:Leider ist gerade die klinische Diagnose für viele Ärzte heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit. Da fehlt schon im Grundsatz das Wissen und leider oft auch der gesunde Menschenverstand.
Da fehlt die ZEIT Icon_kolobok-sanduhr
Nach meiner Erfahrung habe ich beim Durchschnittshausarzt wenige Sekunden, um mein Anliegen vorzustellen. Dann muss ich "zu Potte" gekommen sein. So wird das nichts mit Borreliose- und Co-Infektionsdiagnosen. Wink

Wegen der fehlenden Zeit wird in den Hausarztpraxen eher nie eine Erkenntnis reifen können, dass es sehr wahrscheinlich sehr häufig beeinträchtigende Krankheitsbilder infolge von Borreliose- und Co-Infektionen gibt.
Wenn man sich keine Zeit nehmen kann/möchte, dann kann man auch nichts entdecken. So ist es eben.

Außerdem fehlt meiner Ansicht nach besonders häufig der Wille. Ich habe den Eindruck, dass es Borreliose- und Co-Infektionen nicht geben darf. Diese Einstellung ist unter den derzeit Praktizierenden, "Mächtigen"Wink verbreitet. Sie müssen erst langsam aussterben und die Bildung muss sich bei den Nachwachsenden festigen. So werden die Gebildeten immer mehr und die "kann nicht sein"-Fraktion immer weniger.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.Icon_winken3