RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Susanne_05 - 15.04.2020
Die Leber leidet meist still und oft dauert es eine Weile, bevor man das direkt merkt. Erste Anzeichen können Erschöpfung, Müdigkeit, manchmal auch Übelkeit und Juckreiz sein. Das sind aber alles meist so untypische Symptome und die können auch anderswo herkommen. Ich hab 'ne Lebererkrankung und das sind so meine eigenen Erfahrungswerte.
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
magihe - 15.04.2020
(15.04.2020, 07:43)Sabine schrieb: , dass es der Leber schlecht wird? wäre das reversibel nach Absetzen?
Sabine
Das solltest du deinen "Spezi" fragen. Ich vermute die Antwort wird sinngemäß lauten: wenn sonst keine weitere Schädigung vorliegt, kannst du davon ausgehen, daß es reversibel ist. Bei mir haben sich relativ hohe Leberwerte - verursacht durch ein anderes Medikament- nach Absetzen erfreulich zügig normalisiert.
LG
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Ixodes - 15.04.2020
Hallo Sabine,
jeder Alkoholiker weiß, dass man mit nur einem Drittel der Leber überleben kann.
Liebe Grüße, Ixodes
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Sabine - 15.04.2020
Na, das ist ja ein Trost...!
Jetzt aber mal andersherum, ich sehe schon, das Zeug wird einen schon nicht umbringen: Aber hat's denn schon mal jemandem geholfen?
Ich weiß, dass das schwer zu beantworten ist, man weiß ja nie wovon es einem grade mal besser oder schlechter geht.
Liebe Grüße
Sabine
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Markus - 15.04.2020
(15.04.2020, 16:50)Sabine schrieb: das Zeug wird einen schon nicht umbringen
Das kann einen schon in bestimmten Fällen umbringen, daher würde ich das nicht ohne Leberwertkontrolle machen. Zumal Chlarithromycin (das du wohl auch nehmen sollst) auch nicht gerade wenig toxisch für die Leber ist.
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Susanne_05 - 15.04.2020
Ich wäre da auch vorsichtig. Die Leber hat zwar erfahrungsgemäß eine sehr gute Regenerationsfähigkeit. Trotzdem kann sie aber auch mal "was richtig übel" nehmen und auch innerhalb kurzer Zeit dann sehr stark reagieren...
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Sabine - 16.04.2020
Aber hat es jemandem von Euch geholfen?
Ich finde ja immer, es ist schwierig zu sagen, was einem hilft oder nicht, weil der ganze Zustand so langfristig ist, immer wieder schwankt- vielleicht auch jahreszeitlich? man weiß nie, sind die Beschwerden Herxheimer-Reaktionen oder AB-Nebenwirkungen oder schreitet einfach das Infektionsgeschehen weiter oder spielt das Immunsystem verrückt... und man hat ja nie die Gegenvariante, was wäre, wenn man etwas anderes / nichts gemacht hätte. Also sind das immer nur sehr subjektive Einschätzungen, scheint mir, aber trotzdem...?
Viele Grüße
Sabine
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Markus - 16.04.2020
(16.04.2020, 12:31)Sabine schrieb: oder spielt das Immunsystem verrückt...
Hast du denn auffällige Immunparameter?
(16.04.2020, 12:31)Sabine schrieb: Also sind das immer nur sehr subjektive Einschätzungen,
Ist so. Deshalb muss man auch immer vorsichtig sein bei Erfahrungsberichten, da in den meisten Fällen die Diagnose ja schon nicht klar ist/war.
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
Ixodes - 16.04.2020
Hallo Sabine,
übermäßiger Gebrauch von Antibiotika kann dich sehr wohl umbringen, wenn du eine Blutvergiftung bekommst. Deshalb warnt die DGN auch immer wieder vor Langzeitantibiosen bei chronischer Borreliose - ein Dilemma. Mir hat die Antibiose insgesamt zwar geholfen, aber ich kann nicht von mir auf andere schließen.
Übrigens sind Langzeitantibiosen nicht nur ein Thema bei Borreliose, sondern beispielsweise auch bei Tuberkulose. Insofern ist das keine Erfindung irgendwelcher "Borrelienneurotiker", sondern ein bekanntes medizinisches Problem.
Liebe Grüße, Ixodes
RE: Rifampicin/ Bartonellen -
magihe - 16.04.2020
(16.04.2020, 14:24)Ixodes schrieb: ...... Deshalb warnt die DGN auch immer wieder vor Langzeitantibiosen bei chronischer Borreliose ......
Liebe Grüße, Ixodes
Da bin ich sehr dankbar für.
LG