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Infusionen und Venen - Druckversion

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Infusionen und Venen - Susanne_05 - 04.04.2020

Hallo ihr Lieben,

mich interessiert mal theoretisch, wie ihr diese intravenösen Therapien schafft, v. a. in Bezug auf eure Venen. Bei mir steht zwar aktuell (noch) nichts Konkretes an, ich würde trotzdem gern mal wissen, wie ihr das macht.

Bei mir ist's schon schwierig, wenn ich mal zum Blut abnehmen gehe. Ich habe so zarte Venen, dass man sie kaum sehen, fühlen noch treffen kann. Die rollen dazu auch noch schnell weg. Es gibt bei mir auch nur eine einzige Stelle, wo man bisher überhaupt einen Zugang legen konnte - in der Armbeuge. Wenn ich das so lese, dass manche hier intravenöse Therapien machen über einen langen Zeitraum, bin ich sehr erstaunt. Ich stelle mir schon 14 Tage ziemlich schwierig vor, da ja aller ein paar Tage der Zugang neu gelegt werden muss...

Mich würden mal ein paar Erfahrungen dazu interessieren, einfach weil mein Arzt auch schon mit mir darüber gesprochen hat - falls noch Restbeschwerden bestehen - und ich mich mal etwas "anfreunden" möchte damit.


RE: Infusionen und Venen - johanna cochius - 04.04.2020

Ich hatte mir damals eine Picc Line legen lassen...Sie hält bei guter Pflege mind. 4-6 Monate.
Ich konnte mir somit alleine Infusionen machen, mit einer Heidelberger Verlängerung. Nur die Halteplatte muss einmal wöchentlich vom Arzt/Krankenschwester gewechselt werden.


RE: Infusionen und Venen - Susanne_05 - 05.04.2020

@ Johanna: Wer legt Einem denn so eine Picc Line? Wird das stationär gemacht?


RE: Infusionen und Venen - Markus - 05.04.2020

Normalerweise sollte es kein Problem sein auch längerfristig iv Behandlungen zu machen. Es hängt von der Person ab, die punktiert. Die meisten können es nicht richtig und dann gibt es immer Ausreden a la "schlechte Venen". Bei meinem Spezi können die das sehr gut und ich hab da bisher kaum von Problemen gehört.

Man könnte auch ne Viggo legen und das alle paar Tage neu machen, aber offiziell ist es nicht erlaubt, sondern muss bei Verlassen der Praxis wieder raus sein. Auch ist die Gefahr einer Infektion gegeben.


RE: Infusionen und Venen - Susanne_05 - 05.04.2020

(05.04.2020, 12:31)Markus schrieb:  Man könnte auch ne Viggo legen und das alle paar Tage neu machen, aber offiziell ist es nicht erlaubt, sondern muss bei Verlassen der Praxis wieder raus sein. Auch ist die Gefahr einer Infektion gegeben.

Das wird aber schon gemacht in der Praxis, falls du diese "ganz normale" Flexüle meinst...  Also, meine Freundin wurde teilstationär behandelt und bei ihr wurde das immer 3 Tage drin gelassen bis zum nächsten Wechsel. Mein Arzt meinte zu mir, er würde das dann auch so machen wollen, falls wir etwas Intravenöses planen. Sonst müsste man das ja tgl. neu legen? Icon_panik


RE: Infusionen und Venen - Markus - 05.04.2020

(05.04.2020, 13:21)Susanne_05 schrieb:  Sonst müsste man das ja tgl. neu legen?
Ja, schon. Mit Butterfly. Die blauen sind eigentlich für Kinder gedacht und haben eine dünnere Kanüle. Alle drei Tage ne Viggo ist glaube ich kaum besser für die Venen.


RE: Infusionen und Venen - Susanne_05 - 05.04.2020

(05.04.2020, 13:40)Markus schrieb:  Ja, schon. Mit Butterfly.

Ah okay. Wusste ich nicht, dass der Durchmesser da soviel ausmacht. Stelle ich mir trotzdem nicht so leicht vor, dies tgl. zu wechseln, v. a. über mehrere Wochen... Könnte man dies theoretisch nicht auch einfach für ein paar Tage drin lassen?


RE: Infusionen und Venen - Filenada - 05.04.2020

(05.04.2020, 15:07)Susanne_05 schrieb:   Stelle ich mir trotzdem nicht so leicht vor, dies tgl. zu wechseln, v. a. über mehrere Wochen... Könnte man dies theoretisch nicht auch einfach für ein paar Tage drin lassen?

Nee, ein Butterfly kannste nicht drin lassen.

Ich hatte damals 40 Infusionen in dreißig Tagen (erst 20 Tage á 1 Ceftriaxon, dann 10 Tage á 2 Metro). Meine drei Armbeugevenen wollten danach nicht mehr, waren sehr gereizt. Allerdings lag das nicht an den 40 Einstichen, sondern daran, daß eine Schwester in der Arztpraxis nicht stechen konnte: ständig die Venen durchstochen oder mehrmalige Stechversuche nötig, obwohl ich super Venen hab.
Ich will Dir damit jetzt um Jottes Willen keine Angst machen, diese Schwester ist echt 'ne Ausnahme gewesen, so auch die vielen Rückmeldungen aus meiner SHG damals. Die stellte sich definitiv zu blöd an, alle anderen hatten keine Probleme. Unterm Strich hatte ich durch sie nicht 40 Einstiche, sondern mindestens 70. Zuzüglich einmal pro Woche Blutabnahme zwecks Kontrolle der Werte. Und vorher hatte ich schon vier Monate lang eine Blutabnahme pro Woche. - Ist also wirklich machbar mit der Butterfly-Stecherei.
Zumal es auch noch andere Stellen gibt, um Venen zu erwischen.


RE: Infusionen und Venen - Susanne_05 - 05.04.2020

(05.04.2020, 15:54)Filenada schrieb:  Ich hatte damals 40 Infusionen in dreißig Tagen (erst 20 Tage á 1 Ceftriaxon, dann 10 Tage á 2 Metro). Meine drei Armbeugevenen wollten danach nicht mehr

Oh je, das hört sich für mich nicht machbar an. Hoffe, dass ich es nicht brauchen werde aber bei mir hat man bisher zeitlebens nur eine einzige Stelle gefunden, die sich überhaupt für so etwas eignet. In den Händen haben sich meine Venen jedesmal gestaucht oder sind geplatzt, beim Versuch eine Infusion zu legen. Wenn überhaupt, dann würde nur eine Armbeuge gehen und im anderen Arm sieht man keine Vene, kann ich auch selbst nichts erkennen...

Dann würde ich das wahrscheinlich eher mit den 3 Tagen probieren. Da hab ich zumindest 3 Tage "Ruhe" und müsste es doch hoffentlich auch sehr feine Zugänge geben. Wobei es dann auch passieren könnte, dass man immer wieder dieselbe Stelle nehmen muss, weiß nicht ob so etwas funktioniert...

Picc Line klingt für mich noch ansprechend auf Anhieb, wobei es da bestimmt wiederum nicht Viele geben wird, die so etwas überhaupt legen können.


RE: Infusionen und Venen - johanna cochius - 05.04.2020

Zitat:@ Johanna: Wer legt Einem denn so eine Picc Line? Wird das stationär gemacht?


Nein, ist ne Sache von 10 Minuten....
Unter Röntgenkontrolle wird einem das gelegt, tat nicht weh.
Mir hat das eine Uniklinik gemacht, Radiologie.