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Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Druckversion

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Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Dranbleiben - 15.11.2025

Hallo zusammen,

ich habe in den letzten beiden Monaten sehr erfolgreich an meiner Therapie gearbeitet. Ausgangspunkt war zunächst meine Beschäftigung mit Disulfiram von dem ich vermute, dass es mit Enzymen des Borrelienstoffwechsel wechselwirkt die zentrale und überlebenswichtige Funktionen übernehmen. Über dieses ganze Denken über Enzyme kam mir dann der Gedanke käufliche Enzyme gegen Borrelien einzusetzen, darunter Papain, Bromealin, Serrapeptase, Nattokinase und Lumbrokinase. Ich habe sie mir alle geholt und vor den Gaben von Disulfiram eingenommen und sehr deutliche Erfolge eingefahren. Mein Leben hat sich ganz deutlich zum Positiven verändert. Ich habe kaum noch Symptome! So gesund war ich über 15 Jahre nicht mehr... so lange habe ich schon starke Folgen der Borrelioseerkrankung.  Ich habe wesentlich mehr Energie, werde nicht mehr ständig krank und meine Histamin/Mastzellenproblematik, dich ich seit meiner Coronainfektion hatte, hat sich nahezu in Luft aufgelöst! Meine Verdauung funktioniert auch deutlich besser und der Schlaf ist wesentlich erholsamer. Erstaunlicherweise gab es auch keine Herxheimer Reaktion. Wurden die problematischen Gifte von den Enzymen gleich mit verdaut? 

Ich behandelt übrigens gepulst mit relativ großen Abständen. Dabei konnte ich den positiven Effekt nach jeder Behandelung (besonders natürlich zu Anfang) deutlich wahrnehmen.

Zusätzlich habe ich auch noch ätherische Öle (Pfefferminze, Pimentbeere, Knoblauch und Lorbeer) und andere Biofilmdisruptoren wie Acetyl-Cysten, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Stevia und Xylit eingesetzt um auf der gesamten Front gegen die Borrelien vorzugehen. Zudem macht es Sinn keine zweiwertigen Kationen wie Calcium, Magnesium oder Zink einzunehmen, wenn man behandelt. Diese unterstützen nämlich die Biofilmbildung.. Und im Falle von Zink wird es meine für die grundlegende Enzyme im Stoffwechsel gebraucht (Halbwissen!).  

Die Enzyme greifen auch Fibrin an. An dieses Eiweiß können sich die Borrelien gut andocken und sie integrieren es in ihren Biofilm. ChatGTP schlägt übrigens auch vor, weitere Enzyme einzubinden:


3. Enzyme gegen Zucker & DNA (für vollständige Zerstörung)

Da die von dir genannten Enzyme keine Polysaccharide und keine DNA abbauen, wäre biofilmtechnisch sinnvoll, zusätzliche Enzymklassen einzubeziehen:
DNasen: bauen eDNA ab → ein Hauptgerüst des Biofilms, machen Biofilme instabil
Glykosidasen / Polysaccharid-spaltende Enzyme z. B.: Dispersin B (speziell gegen N-Acetylglucosamin-Polymere), Lysozym (bakterielle Zellwände + einige Polysaccharide), Amylasen / Cellulasen je nach Biofilmtyp

Warum unverzichtbar?
Polysaccharide machen oft bis zu 60 % der Biofilmmasse aus. Ohne diese Klasse bleibt immer ein Restbiofilm bestehen.

? Was am sinnvollsten ist: Das 3-Stufen-Konzept

? Stufe 1 – Öffnen des Biofilm
Papain + Bromelain: → Weicht proteinhaltige Außenmatrix auf

? Stufe 2 – Kernzerstörung
Serrapeptase + (Nattokinase oder Lumbrokinase) → Zerlegt fibrinreiche Kernstrukturen

? Stufe 3 – Entfernen der Trägerstrukturen
DNase + Polysaccharid-spaltende Enzyme → Zerstören das Gerüst, auf dem der Biofilm aufgebaut ist

? Synergie – Warum die Kombination so wirksam ist
Biofilm-Enzyme sind additiv, aber in Kombination synergistisch:

  1. Proteasen → öffnen den Zugang
  2. Fibrinolytika → zerstören die tiefsten Schichten
  3. DNase/Glykosidasen → entfernen die stabilsten Strukturelemente

Die Matrix kollabiert dann wie ein Kartenhaus.

_____

Sicherlich kann man auch noch überlegen, weitere Biofilmzerstörer wie Heparin etc. einzusetzen... Auch die Kombination mit Antibiotika etc ist denkbar.


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Sabine - 15.11.2025

Erstmal Glückwunsch und danke für den Erfolgsbericht!

Zu Enzymen gibt es hier auch noch Erfahrungen: 
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=2597&page=2


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Claas - 16.11.2025

Mensch Dranbleiben,

das hört sich toll an und ich freu mich für dich!!
Ich habe ein paar Fragen:
Die gepulste Therapie bezieht sich auf die Einnahme der Enzyme oder auf die begleitende Einnahme von AB?
Könntest du das für uns präzisieren, in welcher Menge du welche Enzyme täglich wie oft eingenommen hast und wie lange du dann Pause gemacht hast?
Und nach welcher Zeit du zur nächsten Stufe übergegangen bist?
Darüber würde ich mich wirklich freuen und vielleicht ist es ja ein Hoffnungsschimmer.

Liebe Grüße,
Claas


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Dranbleiben - 16.11.2025

Ich kombiniere alles lediglich mit Disulfiram, aber AB sind natürlich auch denkbar. Da habe ich mich langsam von 125 mg auf mittlerweile 500 mg hochgearbeitet. Ich habe in Abständen von 1 bis 3 Wochen gepulst, - immer dann, wenn es gepasst hat. Häufig wache ich in der Nacht dann auf und möchte es daher nicht unter der Woche machen. Durch das Pulsen möchte ich dem Körper die Möglichkeit geben, die Stoffflut zu verarbeiten. Bei Disulfiram merke ich nach mehrtägiger Einnahme, dass es Probleme machen kann. Es reduziert ja auch die Möglichkeit zu entgiften, da es entsprechende Enzyme lahmlegt.

Ich habe bisher immer (deutliche) Verbesserungen gespürt und daran gemerkt, dass es Disulfiram bei alleiniger Anwendung stark überlegen ist. Bei den Enzymen bin ich ebenfalls langsam immer höher gegangen. Zu Anfang habe ich die vorgeschriebenen und auf der Verpackung angegebenen Dosen verwendet. Mittlerweile nehme ich von allen 6 Kapseln. Für meinen Körper ist das tolerierbar. Ich habe keine Nebenwirkungen verspürt. Man sollte bedenken, dass die Blutgerinnung durch die Enzyme herabgesetzt wird. Ich nehme die Enzyme auf leeren Magen, trinke danach auch immer mal wieder etwas für die bessere Aufnahme und schicke dann nach 20 bis 30 Minuten mit einer Kleinigkeit fettigem Essen für die Resorption Disulfiram hinterher.  

Produkt 1 pro Kapsel: Lumbrokinase 1000000 LKU, Nattokinase 2000 FU
Produkt 2 pro Kapsel: Nattokinase 2000 FU
Produkt 3 pro Kapsel: Serrapeptase 120000 IU
Produkt 4 pro Kapsel: Bromelain 4200 FIP oder 1200 GDU, Papain 1200000 USP-U

Hier noch eine kleine Übersicht von ChatGTP zu den Enzymen:
   

Die ätherischen Öle habe ich mir übrigens aus verschiedenen Veröffentlichungen zusammengesucht. Sie zeigen alle eine gute Wirkung gegen Borrelien.. auch bei den persistierenden Formen. Die greifen auch Biofilme an. Ich wende sie topisch mit Trägeröl an (entlang der Halsschlagadern bis hoch hinters Ohr, in den Armbeugen, Innenseite der Unterarme, Kniekehlen, an den Knöcheln der Füße und auch entlang der Wirbelsäule) und lutsche gleichzeitig ca. 6 starke Minzbonbons wie zum Beispiel Fischerman's Friends.  Rolleyes Bei denen habe ich auch schon gemerkt, dass sie in Verbindung mit Disulfiram noch etwas herausholen. Außerdem esse ich meist noch ein Schälchen Physalis dazu. Von denen habe ich gemerkt, dass die Borrelien sie nicht mögen.

Von Meerrettich und Kapuzinerkresse nehme ich derzeit 6 mal mit 100 mg und 250 mg jeweils pro Kapsel. Hier kann man sicherlich auch noch höher gehen.

Interessant wäre noch weitere Biofilmdisruptoren einzusetzen. Möglichst solche die auch noch gut hirngängig sind. Enzyme kommen da nicht hin. Heparin auch nicht. Dafür allerdings die ätherischen Öle. Deswegen appliziere ich die ÄÖs auch entlang der Halsschlagadern bis hinter die Ohren und lutsche die Bonbons. Sie sollen möglichst nah an Gehirn kommen. Die Resorption über die Mundschleimhaut und die topische Anwendung umgehen den First-Pass-Effekt.


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Claas - 16.11.2025

Danke!!
Ich werde mich da mal ran arbeiten...


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Sabine - 19.11.2025

Klingt nach einer anspruchsvollen Prozedur, aber was macht man nicht alles... schön, dass es dir hilft!

Und die Enzyme verträgst du so auf den leeren Magen, macht der nicht irgendwann Probleme?

Was nimmst du für ätherische Öle? Ich hatte auch mal so Phasen, da hab ich mich mit Oreganoöl (in fettem Öl verdünnt) eingeschmiert, alls roch wie Pizza extrem. Aber so gut wird Oreganoöl über die Haut nicht aufgenommen. Auch mal - lieber nicht nachmachen -, Zimt- und Nelkenöl, extrem stark hautreizend und allergieauslösend, Ztronengras, Palmarosa.

Hier im Forum gibts ja schon einige Diskussionen zu ätherischen Ölen mit diversesten Erfahrungen und Experimenten.

Also du machst diese Kombination aus Disulfiram, Enzymen und äußerlich angewandten ätherischen Öle im Abstand von 1- 3 Wochen, und wie lang jeweils? Dann auch so 1 - 3 Wochen lang oder einmalig?


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Dranbleiben - 21.11.2025

Hallo Sabine, 

ich vertrage die Enzyme interessanterweise besser als vor der Behandlung. Mein Magen macht einfach weniger Probleme. Habe gehört, dass bei einigen Menschen das Enzym Bromealin aus der Ananas Probleme bereiten kann (-> Allergie). Möglicherweise liegt es bei einigen auch daran, dass Ananas Histamin enthält. Was ich meine ist, dass das Enzym vielleicht nicht immer ganz aufgereinigt wurde. So ist dann ggd. Histamin im Produkt. Das kann ja ähnliche Symptome verursachen wie eine Allergie. Ich habe jedenfalls mal mit Histaminproblematik auf Nattokinase reagiert und das war Abhängig von der Marke. Nattokinase wird auch bei der Fermentation von Soja gewonnen. Bei Fermentation kann Histamin entstehen. Zudem enthalten Hülsenfrüchte wie Soja auch Histamin. Da ist es dann nicht verwunderlich, dass man bei Histaminintoleranz oder MCAS Probleme hat. Man könnte in diesem Fall noch ein weiteres Enzym (->DAO) hinzufügen, um das Histamin zu zersetzten.

Was die ätherischen Öle angeht habe ich folgende verwendet (das hast du anscheinend übersehen): 
Pfefferminze, 
Pimentbeere, 
Knoblauch und 
Lorbeer 

Die haben sich in zwei Studie als besonders wirksam gegen Borrelien gezeigt. Keine Ahnung wie viel sie genau bringen. Mein Ziel ist einfach den Borrelien ganz viel Stress aus unterschiedlichen Richtungen zu geben. Kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Systeme destabilisiert. Sleepy Es wirkt ja auch spürbar in Zusammenhang mit Disulfiram.

Aus dem gleichen Grund nehme ich ja auch noch und andere Biofilmdisruptoren wie Acetyl-Cystein, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Stevia und Xylit und würde auch noch mehr nehmen, wenn ich mehr hätte/wüsste!

Ansonsten empfehle ich auch etwas zu tun, um den Körper zu stabilisieren. Dazu habe ich in der letzten Zeit immer Acety-Cystein und Glycin genommen. Diese beiden Stoffe können vom Körper zu Glutathion umgewandelt werden. Das ist ja eine wertvolle körpereigenen Antioxidans. Die Kombination hat sich in ein paar Studien zur generellen Gesundheit als ganz förderlich erwiesen. Wie ich gemerkt habe sollte man aber wie bei vielen Nahrungsmittelergänzungsprodukten alle paar Wochen/Monate eine Pause machen. Hatte dann irgendwann Schlafprobleme dadurch. Bis dahin hat es mir aber sehr geholfen bei der Regeneration!

Hier ein Screenshot von einer Grafik aus einer Studie zur lebensverlängernden Wirkung von Glycin + Acetylcystein (Gly + Nac) bei Mäusen
   

Ich bin heute übrigens auf 7 Tabletten von jedem Enzym hochgegangen.. viel eingeölt und die anderen Mittelchen genommen. Hab leichte Schmerzen beim Schreiben in der Hand. Mein Magen ist deutlich strapaziert aber früher hätte mich das ausgeschaltet. Eigentlich soll man laut Packung nur 1 Kapsel pro Tag von den Enzymen nehmen... Also wirklich selbst langsam herantasten und schauen was geht. Man sollte es nicht vor oder nach einer Operation machen oder stark verunfallen mit Blutungen  Exclamation Weiß auch nicht, ob ich jetzt noch mehr nehmen möchte. Vielleicht reicht es ja auch erst mal diese Dosis zu wiederholen.

Ich frage mich auch, in wie weit die Enzyme sich gegenseitig angreifen. Es ist wohl so, dass am ehesten Papain und Bromelain dazwischenpfuschen könnten. Die sind am unspezifischsten.

Behandeln tue ich immer nur einen Tag. Das lässt mich auch sicherer fühlen, was Nebenwirkungen und Risiken angeht. Hab da auch nicht wirkliche einen Plan, wann ich das mache. Es kommt, wie es passt. Und es ist sehr viel effektiver als sich ohne die Enzyme und den ganzen Rest täglich Disulfiram zu verabreichen!


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Claas - 23.11.2025

"Nur einen Tag" heißt, einen Tag in der Woche?


RE: Biofilme, Enzyme, ätherische Öle - Entscheidende Bausteine in der Therapie - Dranbleiben - 25.11.2025

Hallo Claas,

ich mache das wirklich dann, wenn es mir gerade passt. Das kann ein Mal in der Woche sein oder ein Mal alle zwei oder drei Wochen. Das letzte Mal war es ein Mal pro Woche. Für mich ist da vor allem entscheidend, dass ich Disulfiram nicht so häufig nehme. Wobei ich es auch für keine gute Idee halte, Enzyme in der hohen Dosierung häufiger zu sich zu nehmen. Ich habe bisher übrigens noch keine negativen Erfahrungen mit der hohen Dosierung der Enzyme gemacht. Da sie aber alle natürlicherweise in Lebensmitteln bzw. potenziellen Lebensmitteln vorkommen (da zähle ich jetzt mal Regenwürmer und Seidenraupen dazu ;-)), dürften sie auch nicht so problematisch sein.

Ich habe mittlerweile ein wenig weiter recherchiert. Es scheint so zu sein, dass das RNasen und Alginatlyase auch gut geeignet sind um Borrelienbiofilme zu zerstören. Leider sind beide recht teuer und es fehlen Studien zur Wirkung beim Menschen. Man würde mit denen aber noch weitere Biofilmkomponenten angreifen können (RNA-Fragmente und alginatähnliche Zucker, also quasi Agar agar). ... Alginatlyase könnte man übrigens doch recht günstig aus China bestellen. Das fühlt sich für meinen Geschmack allerdings ein wenig zu sehr nach Mutprobe an. 

Ein NEM mit 16 verschiedenen Enzymen, dass bei der Verdauung helfen soll, enthält leider keine passenden Enzyme, wenn man von Bromealin und Papain absieht.