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(Habe gerade einen Borre&Endo-Thread eröffnet in der Rubrik Allgemeine Medizinische Fragen, vielleicht könnte man die Gestagen-Diskussion auch dort hin verschieben? Nur eine Idee.)
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Hallo Lena,
ich verstehe natürlich deine Gedanken dazu und man will darauf ja auch nicht verzichten, zumal es wieder andere negative gesundheitliche Folgen haben könnte. Meine Schwester war damals auch schon kurz vor ihrer Menopause und die Folgen waren daher nicht allzu sehr spürbar, sonst hätte sie sich sicher auch anders entschieden.
Unser Körper braucht wahrscheinlich auch wirklich oft eine ganze Weile, um sich auf etwas Neues einzustimmen. Kenne ich ja auch von mir selbst.
Ich wünsch dir schonmal viel Erfolg mit dem Mino und berichte mal, wie es dir geholfen hat.
LG
Susanne
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Das mache ich, danke dir! Irgendwie hat es auch etwas Erleichterndes, wenn man sich dann zu einer Entscheidung durchringt und einfach nochmal eine Antibiose ausprobiert. Und ich hoffe, ich hab dann am Ende eine mutmachende Geschichte für diesen Thread hier parat, denn vermutlich gehört all das immer auch zur Langzeitstrategie.
Bis dahin liebe Grüße!
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Hallo Lena,
Ich weiß, ob das Thema für Dich immer noch aktuell ist…Habe ganz zufällig auf Deine Frage gestoßen, was die Verschlechterung verursachen konnte.
Du hattest ja Endosanierung OP unter Vollnarkose.
Höre Dir mal ein Podcast Krank nach Zeckenstich ( Radio Horeb, gibt’s bei der Podcast bei Apple Geräte kostenlos zu hören). Frau Dr. Hopf-Seidel spricht im Podcast über die Narkose, bzw., dass man es genau so wie unnötige Impfungen bei der Borreliose vermeiden soll, das es einen Schub verursachen kann.
Alles gute,
Alexandra
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Diese Frage zur Langzeitstrategie finde ich nach wie vor wichtig.
Mir ist zwar aufgefallen, dass ich sowieso keine Strategie für mein Leben jemals gehabt habe... sondern im großen und ganzen dankbar bin, dass sich doch vieles sehr gut gefügt hat.
Ich bin im Moment eher dabei, "damit" zu leben und die Borreliose bzw. den Kampf dagegen nicht so in den Vordergrund zu stellen, man gewöhnt sich auch an seine Einschränkungen, wird ja auch nicht jünger.
Bin grade auch etwas ratlos, man hat ja schon einiges durchprobiert, der Elan für eine neue mögliche Therapieform ist etwas weg; ich habe auch grade keine Lust, wieder mit Antibiotika anzufangen, da ist der Leidensdruck doch nicht hoch genug. Mal iV wäre vielleicht was.
Um den Status zu halten, trinkeich phasenweise meine größlichen Buhner-Kräuter, Cryptolepis wäre mal vielleicht wieder eine Option. Eigentlich wollte ich noch einmal mit Methylenblau stärker dosiert experiemtieren, das ist aber an der Beschaffung gescheitert, bzw. ich habs dann erst mal gelassen.
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Nach meiner Erfahrung ist das Loslassen von Allem, also unsichere Therapien, Recherchen etc. die beste Strategie, wenn der Leidensdruck nicht zu gross ist und man schon vieles probiert hat. Ich habe mich dann auf das konzentriert, was noch geht und das gelassen, was nicht funktioniert. Ab und zu mal eine Schmerztablette, wenn es nicht anders ging. Heute bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Das Leben ist zu kurz, um einer Heilung nachzurennen, die es nicht gibt. Besser, man konzentriert sich auf die wenigen, möglichen Dinge, die Freude machen.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
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18.02.2025, 08:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.02.2025, 08:55 von
Susanne_05.)
Ich hab so grundsätzlich als Strategie, dass ich mich jetzt noch mehr mit gesunderem lifestyle durchweg befasse, was mich einfach auch interessiert - von Ernährung/Darmstärkung, NEMs, zu leichter Fitness, Meditationen etc., was mir und meinem Körper guttut und womit ich mich wohlfühle. Ist gerade auch bei meinen chronischen Erkrankungen für mich gut, da permanent mit drauf zu schauen und eher von der Motivation geleitet, sich selbst und seinen Körper noch tiefer kennen zu lernen und anzunehmen...
Als Strategie dann vllt. eher "Prävention" und "sanfter Aufbau" - auch wenn bei mir natürlich vieles schon "eingerissen" ist... Trotzdem kann man ja immer irgendwas noch tun, würde ich meinen... :)
"Harte" Therapien (AB, DSF u. ä....) mach ich aber auch nur noch im Notfall, sollte wieder etwas dazu kommen, was man ja nie hofft... ...weil die gefühlt im Moment mehr einreißen würden...
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Die Langzeitstrategie...immer wieder fragt man sich neu. Und es kommt auch immer wieder anders.
Ich hatte lange Jahre mit mit undefinierbaren Kränklichkeiten herumgeschlagen. War dann fast dankbar, mit dem Befund der Borreliose / Bartonellen einen Ansatzpunkt zu haben, mich in verschiedene Antibiotika-Behandlungen begeben, verschiedenen Kräuter- Ätherische Öle-, Hitzebäder- Expreimente gemacht, Symptomtabellen geführt. Dann ein Jahr Pause von AB, dann aber wieder sehr schlecht gefühlt. Neue Spezi gefunden, ca 2 Jahre Kombibehandlung Rifampicin, Azithomycin plus wechselnd Organoöl oder Kräutertinkturen (Cryptolepis, Houttuynia, ua) dann Methylenblau und am Ende noch Fluconazol. Da gings mir eigentlich doch ganz gut, manche Symptome gingen aber nie weg (Kribbeln, wechselnde nicht schlimme Gelenkschmerzen, allmähliches Ausleiern der Bänder - aber man wird ja auch älter).
Dann hatte ich keine Lust mehr auf das Ganze und sagte mir, ich lebe halt mit diesen Einschränkungen, mein halber Bekanntenkreis hat irgendwelche Wehwechen (bei einigen unterstelle ich, dass sie vielleicht auch eine verschleppte Borreliose haben bzw. bei manchen liegt es sehr nahe). Gesunde Lebensweise einigermaßen, Garten, ab und an Kräuterkuren auch durchaus mit gräßlichem Cryptolepis-Sud.
Jetzt hatte ich dies Jahr leider wieder mind. 6 Zecken und habe auch wieder mehr Kopfweh, Nacken, morgens so ein Dumpfes Gefühl im Hinterkopf, Muskelanspannungen, mehr Kribbeln. Eine Zecke hatte ich bei einem Besuch bei meiner Schwester, sie fing sich beim selben Spaziergang auch eine ein und kriegte prompt wieder eine Wanderröte.Sie hat nun auch schon wieder 4 Wochen Antibiose gemacht und überlegt noch länger.
Ich war bei meinem Hausarzt, der immerhin nach 4 Wochen einen Test gemacht hat und mir sagte, ich hatte noch nie Kontakt mit Borrelien....
Dann war ich schon wieder fast so weit, mir wieder einen Spezi zu suchen und vielleicht nochmal was anzugehen. Ist halt auch alles aufwendig und anstrengend. Jetzt hab ich aber Zahnprobleme und nehme aus dem Grund Amoxicillin.
Interessant ist für mich der Vergleich mit meiner Schwester. Ich würde sagen, wir haben sicher beide ähnlich viele Zecken im Lauf unseres Lebens, vielleicht aus verschiedenen Regionen. Ich hatte nie eine Wanderröte, meine aber rückblickend, dass ich mich schon vor 30 Jahren vielleicht infiziert habe, das rekonstruiere ich mir so im Nachhinein, was ja gewagt ist. Sie hatte schon 3 mal eine Wanderröte, das erste mal ging es mit 6 Wochen Doxycyclin weg samt Symptomen, das zweite Mal hatte sie es erst verschleppt und dann mit 1 Jahr heftiger Antibiotikabehandlung in wechselnden Kombinationen wegbekommen. Jetzt wieder Wanderröte, gleich Antibiotika 4 Woche, dann aufgehört, wieder Symptome, jetzt nochmal. Grade ging es ihr aber schon vor den Antibiotika wieder besser. Sie machts jetzt aber wohl trotzdem nochmal eine Runde.
Mal sehen, wie es weitergeht.