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14.02.2026, 14:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.02.2026, 15:55 von
FreeNine.)
Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG)
hat ihre Leitlinie überarbeitet und die Version 2026 auf ihrer Seite veröffentlicht. Siehe
hier
DBG-LeitlinieLymeBorreliose_VersionFrühjahr2026.pdf https://share.google/HYBumxtzrutI2bZhh
Gerade gefunden. Zum Inhalt selbst kann ich noch nichts sagen
PS. Ich weiß nicht, warum der Link hier nicht funktioniert???
Also unter der DBG -Homepage unter Aktuelles ist die Leitlinie 2026 zu finden.
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14.02.2026, 16:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.02.2026, 16:36 von
Valtuille.)
Ich habe mal etwas quergelesen...
Ich habe mir da deutlich mehr von versprochen, aber meine Erwartungen waren vorab schon gedämpft. In der Form sollte sowas noch nicht veröffentlicht werden meiner Meinung nach.
Spoiler: Es wird etwas destruktiv, ich kann gerade nicht anders.
Es gibt sehr viele Widersprüchlichkeiten und Unklarheiten, wo ich den Eindruck habe, man wollte mehr, als man erreichen kann.
Als Beispiel hätte man den Part zu den Co-Infektionen ersatzlos streichen können. Es ist für mich nicht ersichtlich, weshalb man sich auf diese Auswahl konzentriert hat (warum keine Ehrlichien, Brucellen, Streptokokken oder Campylobacter, wenn Anaplasmen Yersinien und Chlamydien drinnen sind?). Was ist hier der Mehrwert?
Die Diagnostik ist leider auch nicht wirklich besser geworden, das mit den Blot-Banden finde ich ja nach wie vor ganz gut. Es hat aber etwas von Realsatire, wenn ohne wirklichen Beleg, die zellulären Tests empfohlen werden, ohne jegliche kritische Reflektion und aktuelle Studien, dann aber bei den Autoren erwähnt wird, es lägen keine Interessenskonflikte vor. Eine kritische Reflektion des CD57 sieht auch anders aus. Übrigens: Der Verweis, dass CD57 nützlich sind, geht ernsthaft auf die S3-Leitlinie zur Neuroborreliose. Ich musste das drei Mal prüfen, weil ich es nicht glauben konnte. Der zweite Verweis zu CD56/57 hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun...
Die Therapie ist auch nicht besser geworden. Ich finde die Auswahl nicht nachvollziehbar. Es wird argumentiert, dass für einige Medikamente nur in-vitro Studien (Tigecyclin) oder Erfahrungsberichte (Disulfiram, Rajadas? Übrigens im gleichen Satz genannt wie Bioresonanz und Biophotonen) vorliegen, dafür ist weiterhin Metronidazol und neu Clindamycin und Trimethoprim / Sulfametoxazon dabei. Für diese drei gibt es keine klinischen Studien an Menschen, teils aber Hinweise auf fehlende Wirksamkeit im Labor.
Wie nun aber die Auswahl zu den einzelnen Medikamenten (auch Clari und Mino sind erwähnt, im Gegensatz zu den AWMF Leitlinien) zu Stande kam, bleibt ein Geheimnis, da es keine Verweise gibt.
Generell bemängeln kann man ein inkonsistentes, unsauberes wissenschaftliches Arbeiten. Nicht immer ist klar, worauf sich die Verweise beziehen, teils wird ohne Belege gearbeitet. Ebenfalls ist es so, dass es zahlreiche Fehlverweise gibt (einen habe ich genannt, ist leider keine Ausnahme, sondern sehr häufig) und die Quellen methodisch die Aussage nicht belegen oder überhaupt nichts damit zu tun haben, was gesagt wird. Ich hoffe, dass das irgendwie bei Formatierungen durcheinander gehagelt wurde...
The elm, the ash and the linden tree
The dark and deep, enchanted sea
The trembling moon and the stars unfurled
There she goes, my beautiful world