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Babesiose in Rheinland-Pfalz
#1

Am Dienstag war bei uns ein Artikel über Babesiose in Rheinland-Pfalz in "Der Rheinpfalz". Da ich nicht weiß, ob ich ihn hier im Anhang veröffentlichen darf, zitiere ich kurz das Wichtigste:

Zeckenarlam bei Hundebesitzern
Infektionskrankheit Babesiose auch in Rheinland-Pfalz ein Thema


Birkenfeld ... Die Tierärztin erkannte sofort, dass sich der Hund mit Babesien infiziert hatte. Laika litt unter einer Infektionskrankheit, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden und die von der Auwaldzecke übertragen wird. Für Menschen sind die Erreger ungefährlich - im Gegensatz zu bekannten Infektionen wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose, bei denen der Holzbock als Überträger gilt.

Vor allem das Saarland und Rheinland-Pfalz, aber auch der Freiburger Raum seien am stärksten von den Auwaldzecken mit Babesien betroffen, meint Dieter Barutzki, Fachtierarzt für Parasitologie und Leiter des Tierärztlichen Labors Freiburg. Es untersucht Blutproben aus dem gesamten Bundesgebiet. Gerade aus dem Südwesten des Landes habe man dieses Jahr "schon solch eine hohe Zahl an positiven Fällen, wie wir sie seit langem nicht gesehen haben - vielleicht sogar wie noch nie", sagt Barutzki. Er macht vor allem den Klimawandel, das Einreisen befallener Hunde aus dem Ausland und die Nähe zu Frankreich dafür verantwortlich...

... Auch wenn die akute Infektion überwunden sei, hätten einige Hunde lange mit den Folgen zu kämpfen. "Spätfolgen können Nierenprobleme sein oder Probleme mit dem Bewegungsapparat ...

Soso, für Menschen sind Babesien also ungefährlich??? Angry  Unglaublich welche Fehlinformationen (oder bewusste Lügen?) über die Medien verbreitet werden.
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Thanks given by:
#2

Aktuell liest man, dass in Brandenburg verstärkt "Hundemalaria" festgestellt wird:
Vor allem im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/20...usitz.html

Überträger sind die Auwald-Zecken, für Menschen bestehe keine Gefahr.

Laut Wikipedia sind Babesien Einzeller (also keine Bakterien), sie vermehren sich in den roten Blutkörperchen ähnlich wie die Malaria-Erreger.
Es gibt eine Reihe von Arten, davon führt Babesia canis zur Babesiose des Hundes.

Menschen werden laut dem wikipedia-Artikel von anderen Arten befallen: B. divergens (Europa,N-Afrika), B. duncani (N-Amerika) und B. microti (N-Amerika). In den USA Medlepflicht seit 2011 und zunehmende Ausbreitung nach Norden.
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Thanks given by: urmel57 , FreeNine , hanni
#3

Ich glaube nicht, daß Babesien nur von Auwaldzecken übertragen werden.

Auf meinem 1 ha großen Gelände in Niederbayern habe ich über die Jahre lediglich massenhaft Ixodes ricinus (Holzbock) und Ixodes hexagonus (Igelzecke) gefunden.
Nachweislich mit Babesia divergens infiziert waren jedoch ein Ziegenbock und ein (zahmer) Rehbock, beide schwer erkrankt.
Andere Tiere wurden nicht getestet.

OnLyme-Aktion.org
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Thanks given by: urmel57
#4

Zitat:Ich glaube nicht, daß Babesien nur von Auwaldzecken übertragen werden.

Werden sie auch nicht. Es hängt wohl auch davon ab welche Babesienart angesprochen wird. 

Babesia divergens wird wohl durchaus von Ixodes ricinus übertragen und kann auch für Menschen gefährlich werden. Sie gilt auch als Zoonose bei Weidetieren. In USA ist sie deutlich stärker verbreitet als in Deutschland. Danach schaut allerdings auch kaum ein Arzt. 

Babesia canis wird im obigen Artikel als die Variante über Auwaldzecke und Hundemalaria beschrieben und ist für den Menschen eher weniger gefährlich.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)
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