11.06.2017, 07:36
(10.06.2017, 15:32)urmel57 schrieb: Man darf fragen, warum.
Weil man, nach den Aussagen beim NRZ, Studien von Miklossy und MacDonald "in die Tonne klopfen kann". Da man dort über diese Themen aber "nicht diskutieren" will, bleibt man in punkto sachliche Argumente im Unklaren.
Das ist dann so wie damals bei der katholischen Kirche, als man die Messe auf Latein gehalten hat, und das Volk musste Amen (= so sei es) sagen, ohne über den Inhalt bescheid zu wissen. Das ist Schade, da man sich auf diese Weise Leute vergrault, die zwar für sachliche Argumente zugänglich sind, aber von blindem Autoritätenglauben nichts halten.
Aber Urmel, du kannst da ja bei Gelegenheit nochmals diesbezüglich nachfragen, und auch wie man den Studien von Zhang et al. gegenüber steht, denn darauf bekam ich auch keine Antwort. Angesichts der in vitro Ergebnisse von Zhang und auch anderen verwundert es mich etwas, mit welcher Absolutheit in gewissen Kreisen die Sicht zur chronischen Borreliose vertreten wird. Ich fürchte nämlich, dass sollte da irgendwann Handfestes auf dem Tisch liegen, man ohne (vermeintlichen) Gesichtsverlust aus der Nummer nicht mehr wird rauskommen und dann zum Schaden der Patienten dogmatisch wird, was die Geschichte des Wissenschaftsbetriebs ja zu genüge zeigt.
Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg

