01.08.2017, 23:52
So, vier Jahre später möchte ich mich in meinem eigenen Thread nochmal melden. Ich frage mich gerade, ob ich nicht doch eine Borreliose eingefangen habe.
Zum Hintergrund: Ich hatte vor zwei Jahren wieder mal eine Zecke, am Oberschenkel. Nach deren Stich hat sich bereits am nächsten Tag eine Rötung gebildet, die allerdings nicht sehr typisch für ein EM war. Sie hat sich recht schnell vergerößert auf 10-15cm, war nur schwach gefärbt, hat dafür stark gejuckt und ist nach einigen Tagen wieder verschwunden. Ich war damals beim Hausarzt, Labor nach 6 Wochen: IgG positiv, IgM negativ, Antibiotika wollte er nicht verschreiben. Ich hab's dabei bewenden lassen.
An der Stichstelle hatte ich interessanterweise im gesamten Jahr danach alle paar Monate allergische Ausschläge, die immer in Verbindung mit Essen auftraten. Die Lymphknoten in der Leiste waren geschwollen.
Ich hatte letztes Jahr dann nach mehreren Tagen intensiver Bewegung / körperlicher Anstrengung eine Radikulopathie, die in den linken Arm ausgestrahlt hat und mit einem starken allgemeinen Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Antriebslosigkeit verbunden war. Sehr unangenehm... Der Neurologe hat damals vereinfacht gesagt eine Nervenreizung durch Abnutzungserscheinungen diagnostiziert. Nach einigen Wochen wurde es besser.
Vor ein paar Wochen ist die Radikulophatie wieder gekommen (nur das es jetzt in den rechten Arm ausstrahlt). Außerdem habe ich seit längerem Probleme mit den Schultern, mal rechts mal links, kommt und geht. Ebenso wie Knieprobleme, depressive Verstimmung und ein Nervenschmerz am Zehengrundgelenk. All das kann natürlich viele Ursachen haben.
Jetzt war ich wieder beim Arzt, er hat ein neues Labor machen lassen. Er diagnostizierte eine ausgeheilte Borreliose, er will mich (nach wie vor) nicht mit AB behandeln, gibt aber zu keine Ahnung zu haben und hat mir empfohlen einen Spezialisten zu suchen. Immerhin...
Vielleicht kann ja jemand von euch was zu den neuen Laborergebnissen sagen?
Übrigens kommt bei mir hinzu, dass ich nach einem Unfall vor 20 Jahren keine Milz mehr habe. Da werden die allermeisten IgM Antikörper gebildet. Das wusste mein Arzt leider auch nicht, ich hab's auch gerade erst gelesen. Ich vermute mal, dass IgM bei mir deswegen kaum positiv werden kann. Vielleicht weiß zufällig jemand was darüber?
Ohne Milz gibt es auch kaum Abwehrkräfte gegen Babesien...
Hier die Laborwerte:
ELISA:
IgG: 40.93 (negativ <10, positiv >15)
IgM: 10.58 (negativ <18, positiv >22)
Blot:
Positiv: IgG, p66 (VlsE), p22 (OspC B.gar.)
Negativ: p100, p58, p41 (Flagellin), p39 (BmpA), p31 (OspA), p22 (OspC), p22 (OspC B.s.s.), p22 (OspC B.afz), p22 (OspC B.spiel), p18 (DbpA B.ss), p18 (DbpA B.afz.),p18 (DbpA B.bavari.), p18 (DbpA B.gar.), p18 (DbpA B.spiel.)
Was sagt ihr zu diesen Ergebnissen?
Über eine PM mit Empfehlung für einen Arzt im Raum Aachen / Köln / Düsseldorf würde ich mich freuen...
danke für's Lesen, viele Grüße,
butsu
Zum Hintergrund: Ich hatte vor zwei Jahren wieder mal eine Zecke, am Oberschenkel. Nach deren Stich hat sich bereits am nächsten Tag eine Rötung gebildet, die allerdings nicht sehr typisch für ein EM war. Sie hat sich recht schnell vergerößert auf 10-15cm, war nur schwach gefärbt, hat dafür stark gejuckt und ist nach einigen Tagen wieder verschwunden. Ich war damals beim Hausarzt, Labor nach 6 Wochen: IgG positiv, IgM negativ, Antibiotika wollte er nicht verschreiben. Ich hab's dabei bewenden lassen.
An der Stichstelle hatte ich interessanterweise im gesamten Jahr danach alle paar Monate allergische Ausschläge, die immer in Verbindung mit Essen auftraten. Die Lymphknoten in der Leiste waren geschwollen.
Ich hatte letztes Jahr dann nach mehreren Tagen intensiver Bewegung / körperlicher Anstrengung eine Radikulopathie, die in den linken Arm ausgestrahlt hat und mit einem starken allgemeinen Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Antriebslosigkeit verbunden war. Sehr unangenehm... Der Neurologe hat damals vereinfacht gesagt eine Nervenreizung durch Abnutzungserscheinungen diagnostiziert. Nach einigen Wochen wurde es besser.
Vor ein paar Wochen ist die Radikulophatie wieder gekommen (nur das es jetzt in den rechten Arm ausstrahlt). Außerdem habe ich seit längerem Probleme mit den Schultern, mal rechts mal links, kommt und geht. Ebenso wie Knieprobleme, depressive Verstimmung und ein Nervenschmerz am Zehengrundgelenk. All das kann natürlich viele Ursachen haben.
Jetzt war ich wieder beim Arzt, er hat ein neues Labor machen lassen. Er diagnostizierte eine ausgeheilte Borreliose, er will mich (nach wie vor) nicht mit AB behandeln, gibt aber zu keine Ahnung zu haben und hat mir empfohlen einen Spezialisten zu suchen. Immerhin...
Vielleicht kann ja jemand von euch was zu den neuen Laborergebnissen sagen?
Übrigens kommt bei mir hinzu, dass ich nach einem Unfall vor 20 Jahren keine Milz mehr habe. Da werden die allermeisten IgM Antikörper gebildet. Das wusste mein Arzt leider auch nicht, ich hab's auch gerade erst gelesen. Ich vermute mal, dass IgM bei mir deswegen kaum positiv werden kann. Vielleicht weiß zufällig jemand was darüber?
Ohne Milz gibt es auch kaum Abwehrkräfte gegen Babesien...
Hier die Laborwerte:
ELISA:
IgG: 40.93 (negativ <10, positiv >15)
IgM: 10.58 (negativ <18, positiv >22)
Blot:
Positiv: IgG, p66 (VlsE), p22 (OspC B.gar.)
Negativ: p100, p58, p41 (Flagellin), p39 (BmpA), p31 (OspA), p22 (OspC), p22 (OspC B.s.s.), p22 (OspC B.afz), p22 (OspC B.spiel), p18 (DbpA B.ss), p18 (DbpA B.afz.),p18 (DbpA B.bavari.), p18 (DbpA B.gar.), p18 (DbpA B.spiel.)
Was sagt ihr zu diesen Ergebnissen?
Über eine PM mit Empfehlung für einen Arzt im Raum Aachen / Köln / Düsseldorf würde ich mich freuen...
danke für's Lesen, viele Grüße,
butsu

