(27.08.2019, 06:52)urmel57 schrieb: Hmmm. Rückfall hieße aber dann, dass das in diesem Fall ein rein immunologischen Problem wäre, nicht das ursächliche Problem mit dem unabdinglich lebenden Erreger, den man ursprünglich zum Ziel hatte.
ja, so schnell erholen sich Borelien nach der Antibiose nicht, sind ja nicht die Schnellteiler. Der "sofort nach dem Absetzen der Antibiotika schlechter Effekt" kann nur der immunologische Effekt durch die TLR Rezeptoraktivierung sein.
Im Darm sind schnell teilende Bakterien. Die vermehren sich da in Stunden .
(27.08.2019, 06:52)urmel57 schrieb: Das Ziel wäre womöglich ja, in dem Fall, die Darmbakterien kaputt machen. Dazu kommen allerdings zahlreiche Resistenzen von Darmbakterien, die dann unbeschadet weiterarbeiten, was macht das dann denn?
nein, ziel wäre nach dieser Theorie die Antibiose solange fortführen bis auch die Antikörpertiter gefallen sind (die steigen ja zunächst am Anfang der Antibiose)
Erst danach beenden. Also mind 3 Monate. Das würde dann auch die autoimmunologischen Effekte vermindern die ja auch eine Rolle spielen . Stichwort reaktive Arthritis wo ja von Dr. Langer (glaube) das sehr ausführlich Beschrieben wurde das nur sehr lange Antibiose reaktive Arthriten nach Yersinieninfektion besseren können und erst die Antikörpertiter fallen müssen.
"zahlreiche Resistenzen von Darmbakterien"
Ja das wird eine Problem sein und kann eben dazu führen das es nicht funktioniert.
Ausnahmen, zum Regel bestätigen, muss es ja auch geben

Andererseits wenn man Antibiotika dauergefütterte Hühner unter schlechtesten Lebensbedingungen mit Ihren nicht Antibiotika gefütterten Artgenossen im gleichen ekligen Stall vergleicht sieht man schon das die einen trotz allem fett und gesund aussehen während die Antibotikaverächter eher einem Häufchen Kacke gleichen...
Also irgendwie hilft es auch dauerhaft. (Ausnahmen siehe oben)

