<<eine Beratung beim Laborarzt in Kl. [...]
mit folgenden, harten aber klaren Aussagen: Man wird die Borrelien nicht los, kann sie aber soweit zurückdrängen, dass man damit zurechtkommt. Das sollte man unbedingt tun, da die Krankheit fortschreitet und zu vielen u.a. Autoimmunerkrankungen führen kann, die noch viel übler sind (erhöhtes Risiko für Rheuma, MS, ALS, Alzheimer u.a.)>>
Was für ein Laborarzt soll das gewesen sein und wo genau?
So ohne jegliche wissenschaftliche Untermauerung (mit handfesten Studien) halte ich diese Aussage für hysterisch und plakativ. Dass man Borrelien "nie" loswerde widerspricht allein schon einigen der hier geposteten Erfahrungsberichten, wo Leute auch monate- und jahrelang weiterhin beschwerdefrei blieben. Dass bzw. ob sie Auslöser für die oben genannten Autoimmunerkrankungen sind, ist meiner Kenntnis nach bislang in keiner seriösen, wasserdichten wissenschaftlichen Studie nachgewiesen und kommt hier vermutlich einer wilden Spekulation gleich.
Analog dazu: ich frage mich in so Momenten dann immer, was wohl all die Leute machen, die von Beruf entweder Landschaftsgärtner, Förster oder Landwirt sind und die vermutlich jeden zweiten Tag mit 5 Zecken am Körper heimkommen. Die müssten demnach alle entweder schon längst tot oder so übel krank sein, dass sie alle bettlägerig sind.
Diese Tatsache führe ich mir immer wieder vor Augen, um mich nicht komplett im Borrelien-Wahnsinn zu verlieren und die Realität vor Augen zu halten. Damit soll natürlich keinesfalls das Leid einer Borreliose heruntergespielt oder lächerlich gemacht werden, ganz und gar nicht. Denn sonst wäre ich ja selbst nicht hier angemeldet.
Allerdings bin ich vor solchen Extremhaltungen wie der dieses Arztes hier immer sehr vorsichtig und skeptisch. Foren wie dieses hier und andere Patientenverbände beinhalten nicht unsere 80 Millionen Einwohner, sie sind bzw. können also dahingehend gar nicht repräsentativ sein bezüglich der Gesamtmenge an Leuten, die schon zig Zeckenstiche hatten, meinetwegen auch schon mal eine Wanderröte und die man nach Schema F behandelt hat und danach war die Sache gegessen und abgehakt. Hier also wieder der Bogen geschossen zu der oben genannten Gruppe der Landschaftsgärtner, Förster, Landwirte, etc.
<<Dazu rechnet er mit einem Jahr AB-Kombinationstherapie>>
ob dies die von Erfolg gekrönte Therapie ist, weiß ich nicht. Wenn ich allerdings hier so rumstöbere im Forum und mir ähnlich lange Therapien und deren "Outcome" so anschaue, da habe ich dann eher meine sehr großen Zweifel. Ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen, die man sich mit 1 Jahr-Dauer-AB einfängt. Goodbye, Darm und Goodbye, Immunsystem!
<<Dann meint er noch, die Krankheit sei ähnlich Syphilis sexuell übertragbar, und oft habe der Partner eines/r Erkrankten ebenfalls, symptomlos die Borrelien, Untersuchungen hätten genetische Identität festgestellt, d.h. es man solle den/die PartnerIn auch testen und selbst ohne Krankheit behandeln, wobei 3-4 Monate dann ausreichten. >>
Welche Untersuchungen sind das? Wo sind die Studien? Ich bin da mittlerweile ziemlich dünnhäutig. Mein ehemaliger "Spezi" hat auch immer direkt von "Man weiß", "man hat festgestellt", "Untersuchungen zeigen" geredet. Auf konkrete Nachfrage wurde es dann aber jedes Mal immer wieder recht dünn, bis hin zu elegantem Themenwechsel.
Ich vermute hinter dieser Aussage hier allerdings eher auch ökonomische Gesinnungen. Oben meinte der Arzt noch, einmal infiziert, würde man die Borrelien nie mehr losbekommen. Hier sollen dann aber plötzlich 3-4 Monate ausreichen. Müsste laut seiner Auffassung dann nicht eine regelmäßige, lebenslange, repetitive Dauer-Antibiose angebracht sein? Diese würde natürlich wiederum schön Geld in die Taschen des jeweiligen Behandlers spülen, das ist natürlich klar. Vor allen Dingen: bei gesunden, symptomlosen Leuten eine Langzeitantibiose anzusetzen, einfach nur mal der "Vorsorge" wegen, weil "es könnte ja sein, dass..."? Erscheint mir äußerst unseriös!
Meine Message wäre hier eher: nicht blindlings jedem, der sich "Spezi" nennt, vertrauen, sondern stets immer kritisch bleiben und vor allen Dingen sich nicht direkt von weltuntergangs-Floskeln in die Verzweiflung treiben lassen.
mit folgenden, harten aber klaren Aussagen: Man wird die Borrelien nicht los, kann sie aber soweit zurückdrängen, dass man damit zurechtkommt. Das sollte man unbedingt tun, da die Krankheit fortschreitet und zu vielen u.a. Autoimmunerkrankungen führen kann, die noch viel übler sind (erhöhtes Risiko für Rheuma, MS, ALS, Alzheimer u.a.)>>
Was für ein Laborarzt soll das gewesen sein und wo genau?
So ohne jegliche wissenschaftliche Untermauerung (mit handfesten Studien) halte ich diese Aussage für hysterisch und plakativ. Dass man Borrelien "nie" loswerde widerspricht allein schon einigen der hier geposteten Erfahrungsberichten, wo Leute auch monate- und jahrelang weiterhin beschwerdefrei blieben. Dass bzw. ob sie Auslöser für die oben genannten Autoimmunerkrankungen sind, ist meiner Kenntnis nach bislang in keiner seriösen, wasserdichten wissenschaftlichen Studie nachgewiesen und kommt hier vermutlich einer wilden Spekulation gleich.
Analog dazu: ich frage mich in so Momenten dann immer, was wohl all die Leute machen, die von Beruf entweder Landschaftsgärtner, Förster oder Landwirt sind und die vermutlich jeden zweiten Tag mit 5 Zecken am Körper heimkommen. Die müssten demnach alle entweder schon längst tot oder so übel krank sein, dass sie alle bettlägerig sind.
Diese Tatsache führe ich mir immer wieder vor Augen, um mich nicht komplett im Borrelien-Wahnsinn zu verlieren und die Realität vor Augen zu halten. Damit soll natürlich keinesfalls das Leid einer Borreliose heruntergespielt oder lächerlich gemacht werden, ganz und gar nicht. Denn sonst wäre ich ja selbst nicht hier angemeldet.
Allerdings bin ich vor solchen Extremhaltungen wie der dieses Arztes hier immer sehr vorsichtig und skeptisch. Foren wie dieses hier und andere Patientenverbände beinhalten nicht unsere 80 Millionen Einwohner, sie sind bzw. können also dahingehend gar nicht repräsentativ sein bezüglich der Gesamtmenge an Leuten, die schon zig Zeckenstiche hatten, meinetwegen auch schon mal eine Wanderröte und die man nach Schema F behandelt hat und danach war die Sache gegessen und abgehakt. Hier also wieder der Bogen geschossen zu der oben genannten Gruppe der Landschaftsgärtner, Förster, Landwirte, etc.
<<Dazu rechnet er mit einem Jahr AB-Kombinationstherapie>>
ob dies die von Erfolg gekrönte Therapie ist, weiß ich nicht. Wenn ich allerdings hier so rumstöbere im Forum und mir ähnlich lange Therapien und deren "Outcome" so anschaue, da habe ich dann eher meine sehr großen Zweifel. Ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen, die man sich mit 1 Jahr-Dauer-AB einfängt. Goodbye, Darm und Goodbye, Immunsystem!
<<Dann meint er noch, die Krankheit sei ähnlich Syphilis sexuell übertragbar, und oft habe der Partner eines/r Erkrankten ebenfalls, symptomlos die Borrelien, Untersuchungen hätten genetische Identität festgestellt, d.h. es man solle den/die PartnerIn auch testen und selbst ohne Krankheit behandeln, wobei 3-4 Monate dann ausreichten. >>
Welche Untersuchungen sind das? Wo sind die Studien? Ich bin da mittlerweile ziemlich dünnhäutig. Mein ehemaliger "Spezi" hat auch immer direkt von "Man weiß", "man hat festgestellt", "Untersuchungen zeigen" geredet. Auf konkrete Nachfrage wurde es dann aber jedes Mal immer wieder recht dünn, bis hin zu elegantem Themenwechsel.
Ich vermute hinter dieser Aussage hier allerdings eher auch ökonomische Gesinnungen. Oben meinte der Arzt noch, einmal infiziert, würde man die Borrelien nie mehr losbekommen. Hier sollen dann aber plötzlich 3-4 Monate ausreichen. Müsste laut seiner Auffassung dann nicht eine regelmäßige, lebenslange, repetitive Dauer-Antibiose angebracht sein? Diese würde natürlich wiederum schön Geld in die Taschen des jeweiligen Behandlers spülen, das ist natürlich klar. Vor allen Dingen: bei gesunden, symptomlosen Leuten eine Langzeitantibiose anzusetzen, einfach nur mal der "Vorsorge" wegen, weil "es könnte ja sein, dass..."? Erscheint mir äußerst unseriös!
Meine Message wäre hier eher: nicht blindlings jedem, der sich "Spezi" nennt, vertrauen, sondern stets immer kritisch bleiben und vor allen Dingen sich nicht direkt von weltuntergangs-Floskeln in die Verzweiflung treiben lassen.

