01.05.2025, 11:21
Urmel hat dir schon richtig geraten.
Ich würde mal das Blot Ergebnis abwarten, der Elisa ist ja auch nur minimal über dem Grenzwert.
Wenn der Blot positiv sein sollte, könnte man mal über eine Standardantibiose von 3-4 Wochen nachdenken und schauen, ob sich was tut. Die Laborergebnisse sind da meist recht kryptisch und solange es keine bessere Erklärung für die Symptome gibt, einen Versuch wert.
Generell ist ein positiver IgM-Wert gemäß der recht strengen Leitlinien tatsächlich nur in der Frühphase einer Borreliose relevant, nach einigen Monaten verliert er an Bedeutung, er dient auch nicht als Aktivitätsmarker im späteren Stadium. Was die Labordiagnostik angeht ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, da sich Borreliose nicht so verhält wie andere Infektionen und z. B. in Tiermodellen Hinweise auf isolierte IgM-Aks gefunden wurden. Aber bei Menschen fehlen da wissenschaftliche Erkenntnisse bislang. Leider sind die Borrelien selbst im Körper sehr schwer dingfest zu machen, also mit direktem Nachweis zu erwischen, selbst wenn man weiß, wo sie stecken müssten.
Einige Ärzte sehen auch isolierte IgM-AKs als Hinweis für länger bestehende Infektionen, das ist jedoch umstritten. Diese Ärzte behandeln inzwischen leider auch fast nur noch Privat, was es nicht einfach macht.
In deinem Fall würde ich auf jeden Fall nochmals Differentialdiagnostik betreiben. Neben rheumatologischer Abklärung (vielleicht kann auch der Hausarzt mal ein kleines Screening machen mit Entzündungswerten und einigen Autoantikörpern, die Wartezeiten sind da gravierend in Deutschland), könnte auch an andere Infektionen gedacht werden. Ggf. sind es auch reaktivierte Herpesviren (EBV) oder andere duch Zecken übertragene Infektionen (z. B. Rickettsien). Letztere sind offiziell sehr selten, kommen aber auch in deutschen Zecken vor. Wenn die zeitliche Korrelation mit Zeckenstich und Beschwerdebeginn besteht, ist das naheliegend.
Einen Zeckenstich muss man auch nicht immer bemerken, die gefährlichsten sind die, die man nicht bemerkt, weil die Zecke dann ungestört saugen kann und sich das Infektionsrisiko mit der zunehmenden Saugdauer erhöht.
Hattest du Fernreisen vor Erkrankungsbeginn?
Geht es dir im Urlaub oder außerhalb deines Wohn- oder Arbeitsumfeldes besser?
Gibt es in deiner Familie Vorerkrankungen bzgl. Autoimunerkrankungen oder sonstige Erkrankungen?
Ich würde mal das Blot Ergebnis abwarten, der Elisa ist ja auch nur minimal über dem Grenzwert.
Wenn der Blot positiv sein sollte, könnte man mal über eine Standardantibiose von 3-4 Wochen nachdenken und schauen, ob sich was tut. Die Laborergebnisse sind da meist recht kryptisch und solange es keine bessere Erklärung für die Symptome gibt, einen Versuch wert.
Generell ist ein positiver IgM-Wert gemäß der recht strengen Leitlinien tatsächlich nur in der Frühphase einer Borreliose relevant, nach einigen Monaten verliert er an Bedeutung, er dient auch nicht als Aktivitätsmarker im späteren Stadium. Was die Labordiagnostik angeht ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, da sich Borreliose nicht so verhält wie andere Infektionen und z. B. in Tiermodellen Hinweise auf isolierte IgM-Aks gefunden wurden. Aber bei Menschen fehlen da wissenschaftliche Erkenntnisse bislang. Leider sind die Borrelien selbst im Körper sehr schwer dingfest zu machen, also mit direktem Nachweis zu erwischen, selbst wenn man weiß, wo sie stecken müssten.
Einige Ärzte sehen auch isolierte IgM-AKs als Hinweis für länger bestehende Infektionen, das ist jedoch umstritten. Diese Ärzte behandeln inzwischen leider auch fast nur noch Privat, was es nicht einfach macht.
In deinem Fall würde ich auf jeden Fall nochmals Differentialdiagnostik betreiben. Neben rheumatologischer Abklärung (vielleicht kann auch der Hausarzt mal ein kleines Screening machen mit Entzündungswerten und einigen Autoantikörpern, die Wartezeiten sind da gravierend in Deutschland), könnte auch an andere Infektionen gedacht werden. Ggf. sind es auch reaktivierte Herpesviren (EBV) oder andere duch Zecken übertragene Infektionen (z. B. Rickettsien). Letztere sind offiziell sehr selten, kommen aber auch in deutschen Zecken vor. Wenn die zeitliche Korrelation mit Zeckenstich und Beschwerdebeginn besteht, ist das naheliegend.
Einen Zeckenstich muss man auch nicht immer bemerken, die gefährlichsten sind die, die man nicht bemerkt, weil die Zecke dann ungestört saugen kann und sich das Infektionsrisiko mit der zunehmenden Saugdauer erhöht.
Hattest du Fernreisen vor Erkrankungsbeginn?
Geht es dir im Urlaub oder außerhalb deines Wohn- oder Arbeitsumfeldes besser?
Gibt es in deiner Familie Vorerkrankungen bzgl. Autoimunerkrankungen oder sonstige Erkrankungen?
The elm, the ash and the linden tree
The dark and deep, enchanted sea
The trembling moon and the stars unfurled
There she goes, my beautiful world

