19.09.2025, 12:14
Hallo Alex, noch direkt zu deiner Frage mit den Herpesviren: Viele Herpesviren können ähnliche Beschwerden machen, wie bei Borreliose. Herpesviren neigen dazu auch immer wieder akute Krankheit zu erzeugen. Dann steigen auch in der Regel die IgM an. Als schnelle Eingreiftruppe unterscheiden die nicht immer so genau welcher Feind vor ihnen steht. Es ist bekannt, dass diese nicht so spezifisch sind wie IgG Antikörper. Diese sind dann spezifisch auf einen Erreger ausgebildet.
Das heißt konkret, es können IgM im Blutbild Borrelien angezeigt werden, die nicht durch Borrelien sondern durch Herpesviren gebildet wurden. Das ist zumindest bekannt.
Wie sich Borrelien im Körper verhalten, ist teilweise nicht so lehrbuchmäßig vorhersagbar, wie man sich das wünscht. In der Regel wird davon ausgegangen, dass bei einer länger bestehenden Borrelieninfektion auch spezifische IgG gebildet werden. Nicht immer ist das aber der Fall, denn Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Immunsystem wird teilweise umgangen von Borrelien. Wie genau und bei wem und unter welchen Umständen ist keinesfalls so klar, wie erhofft. So gibt es Berichte von Patienten, bei denen sich IgG erst nach einer antibiotischen Behandlung gebildet haben, bei manchen bilden sich IgG bei frühzeiiger antibiotische Behandlung trotz eindeutiger Borrelieninfektion gar nicht.
Die Entscheidung Antibiotika zu nehmen oder nicht, kann dir daher keiner abnehmen. leider auch nicht die Risken, die Du mit oder ohne Einnahme eingehst. Hier ist eben auch die ganze Vorgeschichte zu betrachten. Ich sähe es zum Beispiel als wichtig an zu wissen, ob Du jetzt über den Sommer zig Zecken hattest und ständig in Wald-und-Feld unterwegs bist oder etwas krass aufgedrückt, ob du sowieso nur überwiegend vor dem Bildschirm saßt und nur zum Cafe um die Ecke gehangen bist, um dir drinnen einen Cafe zu gönnen.
Ich kann nur bedingt aus meiner Perspektive beraten. Für mich besteht mittlerweile die Auffassung, dass ein Versuch von 14 Tage Antibiotika vielleicht Erkenntnisgewinn bringt. Bessern sich Beschwerden, dann liegt man zumindest nicht falsch. Den Darm sollte man tatsächlich immer gut im Auge behalten, aber auch notwendige Antibiotikagaben verzichten sehe ich dann auch kritisch, denn wie Filenada auch schon schrieb, tatsächlich kommen die meisten Probleme bei verschleppten Infektionen auf und das ist danach noch schwerer in den Griff zu bekommen.
ich wünsche Dir, dass dein Arzt und Du das richtige Gespür für deine Beschwerden hast und er sich Zeit nimmt das mit Dir zu besprechen.
Viele Grüße Urmel
Das heißt konkret, es können IgM im Blutbild Borrelien angezeigt werden, die nicht durch Borrelien sondern durch Herpesviren gebildet wurden. Das ist zumindest bekannt.
Wie sich Borrelien im Körper verhalten, ist teilweise nicht so lehrbuchmäßig vorhersagbar, wie man sich das wünscht. In der Regel wird davon ausgegangen, dass bei einer länger bestehenden Borrelieninfektion auch spezifische IgG gebildet werden. Nicht immer ist das aber der Fall, denn Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Immunsystem wird teilweise umgangen von Borrelien. Wie genau und bei wem und unter welchen Umständen ist keinesfalls so klar, wie erhofft. So gibt es Berichte von Patienten, bei denen sich IgG erst nach einer antibiotischen Behandlung gebildet haben, bei manchen bilden sich IgG bei frühzeiiger antibiotische Behandlung trotz eindeutiger Borrelieninfektion gar nicht.
Die Entscheidung Antibiotika zu nehmen oder nicht, kann dir daher keiner abnehmen. leider auch nicht die Risken, die Du mit oder ohne Einnahme eingehst. Hier ist eben auch die ganze Vorgeschichte zu betrachten. Ich sähe es zum Beispiel als wichtig an zu wissen, ob Du jetzt über den Sommer zig Zecken hattest und ständig in Wald-und-Feld unterwegs bist oder etwas krass aufgedrückt, ob du sowieso nur überwiegend vor dem Bildschirm saßt und nur zum Cafe um die Ecke gehangen bist, um dir drinnen einen Cafe zu gönnen.
Ich kann nur bedingt aus meiner Perspektive beraten. Für mich besteht mittlerweile die Auffassung, dass ein Versuch von 14 Tage Antibiotika vielleicht Erkenntnisgewinn bringt. Bessern sich Beschwerden, dann liegt man zumindest nicht falsch. Den Darm sollte man tatsächlich immer gut im Auge behalten, aber auch notwendige Antibiotikagaben verzichten sehe ich dann auch kritisch, denn wie Filenada auch schon schrieb, tatsächlich kommen die meisten Probleme bei verschleppten Infektionen auf und das ist danach noch schwerer in den Griff zu bekommen.
ich wünsche Dir, dass dein Arzt und Du das richtige Gespür für deine Beschwerden hast und er sich Zeit nimmt das mit Dir zu besprechen.
Viele Grüße Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)

