(04.08.2013, 14:18)Niki schrieb: Hallo towork,
ich hoffe, ich habe jetzt deine Frage verstanden. Du möchtest wissen, wie lange man mit Ceftriaxon behandeln muss, damit alle Borrelien vernichtet sind, und dass sich damit keine Resistenz der Borrelien gegen das Ceftriaxon entwickeln kann. Ist das richtig?
Die Gefahr, dass Borrelien Resistenzen gegen ein bestimmtes Antibiotika entwickeln ist nach derzeitigem Wissensstand nicht so groß.
Bei Borrelien gibts ein anderes Problem, denn diese Bakterien sind - mal einfach ausgedrückt - unglaublich schlau. Sie können ihre Form verändern, und sich dadurch dem Wirkmechanismus bestimmter Antibiotikas entziehen.
Ceftriaxon greift die Borrelien nur in ihrer Teilungsphase an. Dann wirkt dieses Antibiotikum wirklich supergut. Falls es aber auch so genannte ruhende Persisterformen gibt (die in der Regel aber nicht so viel Symptome in diesem Zustand verursachen), da wirkt Ceftriaxon nicht dagegen.
Mit deinen mindestens 3 bis 4 Wochen hast du aber erstmal eine gute Therapiedauer und die Pausen am Wochenende vermindern die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten.
Falls du aber iwann wieder eine akute Phase der Borreliose haben solltest, könnte auch dieses Medikament nochmal dagegen eingesetzt werden.
Bei der Borreliose-Behandlung verläuft vieles auf Grund von Erfahrungswerten der Ärzte. Eine so genannte Mindestbehandlungsdauer gibt es bei Borreliose aber nicht, es gibt da nur Therapie-Empfehlungen. (Ich habe das jetzt so verstanden, dass man z.B. bei einer Streptokokken-Infektion das Antibiotikum xy so und so viele Tage nehmen muss, damit die Infektion sicher weg ist)
Ich hoffe, ich konnte dir damit weiter helfen.
LG Niki
Hallo Niki,
ja, so wars gemeint..wobei ich echt nicht weiss, ob ich es überhaupt 2 Wochen durchhalte. Bin hier nä Wo auch alleine mit meinem Zwerg und bin schon froh, wenn ich irgendwas tun kann, dann kommt noch die Hitze hinzu und die vielen Symptome.
Frag mich einfach, ob das Zeug noch was wirkt, wenn ich den ersten Durchgang nach einigen Infusionen abbrechen würde...
Ich hab dich aber so verstanden, dass die Resistenzen bei Borrelien nicht so ein Problem sind.
Also ist es auch so, dass nur eine vorhandene Infektion im Körper ein Problem in Hinblick auf Resistenz sein kann..ich meine, wenn Ceftriaxon beispielsweise auch gegen Meningitis eingesetzt wird, kann ich davon ausgehen, dass sich hinsichtlich dieser Bakterien keine Reseistenz entwickeln kann, weil ja kein Infekt mit entsprechenden Bakterien vorliegt, oder

Hoffe,es war jetzt verständlich, wie ich das gemeint hab

Danke und lG

