08.08.2014, 22:07
Hallo Nachtmusik, meine Tochter hatte vor einiger Zeit auch ein Kopf-MRT, dem Neurologen ging es vor allem darum, MS und "Raumgreifendes" auszuschließen. Ich hatte einen riesigen Respekt davor... Ich hätte den Radiologen küssen können, als er meinte, dass alles "altersentsprechend" aussehe. Meine größte Sorge war, dass die Borreliose (ich war damals schon sicher, dass diese wieder aktiv ist!) Läsionen hinterlassen hat. Dann, so war meine Panik, hätte man wohl MS diagnostiziert und auf eine solche behandelt. Und ich hätte da gestanden und hätte für meine Tochter die Behandlung verweigert. Und DANN hätte wir das Problem gehabt... So hatten wir noch eine weitere Ausschlussdiagnostik und einen Radiologen, der mir nochmal gut in den Hintern getreten hat: "Ich kann ihnen nicht mit einer Diagnose helfen, ich kann ihnen nur sagen, was sie nicht hat - jetzt müssen sie weiter suchen." Mit nem Sack negativer Laborergebnisse (Autoimmunerkrankungen u.a.) waren viele viele andere Ursachen auch ausgeschlossen - und wir haben schließlich einen Spezi gefunden, dem die Symptome gereicht haben (selbst LTT war aktuell negativ) und der sofort zu einer Langzeitantibiose bereit war. Und diese scheint anzuschlagen!!!!! Und dennoch: ich bin für jede Ausschlussdiagnose froh, eine gewisse Unsicherheit, etwas zu übersehen, bleibt immer! Mein Fazit: trotz Borreliose (in Anbetracht der Haupt-Symptome sicher mit Beteiligung des Gehirns) keine sichtbaren Veränderungen im MRT - also ganz sicher kein Ausschlusskriterium! Lieben Gruß und weiterhin viel Kraft!
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Platon

