Hallo danile,
leider ist es so, dass deine Laborergebnisse weder beweisend sind für eine aktive Borrelieninfektion, noch sind sich geeignet Borreliose damit auszuschließen. In der Regel gehen Neurologen davon aus, dass nach einer einmaligen 2-3 wöchigen Behandlung mit Antibiotika alle Erreger eliminiert sind. Dass dem nicht immer so ist, wissen wir aus Erfahrung, wird aber gerne von Ärzten negiert.
Der positive IgM-Befund vor einem Jahr, war zumindest ein Hinweis auf eine mögliche frische Infektion durch Borrelien.
Ich nehme an die positiven IgG vom unteren Abschnitt deines Attachements sind aktuelle Werte? Damit hätte eine Serokonversion stattgefunden, wie es im Laufe einer Infektion durchaus üblich ist.
Was auffällt sind die OspC - Bande im frühen Befund, der sehr spezifisch ist für eine Borrelieninfektion und die 41 kd (Flaggelin) Bande im späten Befund, die leider nicht so spezifisch ist und auch durch andere Spirochäten, wie z.B. Treponema pallidum oder auch andere Geißeltragende Bakterien ausgelöst werden können.
In der Spätphase können noch mehr Banden hinzukommen, was als "normal" angesehen wird, aber ebenso ist es bekannt, dass in der Spätphase Antikörper sogar ganz verschwinden können, was dann als Ausheilung interpretiert wird. Weitere Erklärungen dazu hatte ich dazu schon mal hier zusammengefasst
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=4928
Was tatsächlich passiert, ist nicht hinlänglich bekannt. Einige beschriebene Pathomechanismen deuten darauf hin, dass Spirochäten sich komplett dem Immunsystem entziehen können - sprich dem Angriff durch spezifische Abwehrsysteme, die Antikörper bilden. Damit können sie im Körper unangefochten vom Immunsystem weiterexistieren. Weitere Pathomechanismen sind beschrieben, so ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Immunfaktoren sich gegen körpereigenen Zellen im Sinne von Autoimmerkrankungen richten.
Da man an Hand von Laborwerten nicht entscheiden kann, ob eine Infektion aktiv ist oder nicht, halte ich es für unabdingbar, dass sich ein erfahrener Arzt deine Symptomatik und den Verlauf deiner Erkrankung genauestens anschaut. Ich persönlich würde bei dieser unklaren Situation darauf drängen noch einen weiteren Behandlungsversuch mit Antibiotika zu machen, schon alleine um zu sehen, ob es Veränderungen im positiven Sinn für dich gibt.
MS ist leider ein Oberbegriff von einem Sammelsurium von Erkrankungen unklarer Auslöser, so dass eine aktive Borrelieninfektion bei entsprechender Betrachtung auch darunter eingeordnet werden kann.
Falls du derzeit keine immunsuppressiven Mittel bekommst, würde ich versuchen über einen Borrelien-LTT (Lymphozytentransformationstest) weitere Auskunft darüber zu bekommen. Man sollte aber wissen, dass dieser Test keine Kassenleistung ist und auch keine 100% ige Aussage treffen kann. Da die Lymphozyten aber nicht so langlebig sind wie Antikörper, sprechen diese vielleicht auf ein aktives Infektionsgeschehen mit Borrelien an - dient aber auch nicht als Beweis, denn leider kann es auch falsch positive Resultate geben.
Labore, die sowas ausführen sind unter anderem IMD-Berlin, Labor Ettlingen, Labor -Bremen
Für einen geeigneten Arzt würde ich mich mal in deiner Nähe umschauen, ob dir eine Selbsthilfegruppe vor Ort jemanden empfehlen kann. Adressen findest du hier: http://www.borreliose-nachrichten.de/bor...e-gruppen/ oder du kannst auch hier im Forum nach Ärzten fragen : Ärzte, Therapeuten, Kliniken
Auf alle Fälle würde ich an der Sache dran bleiben und ich hoffe, dass du auch an den Erfahrungen der anderen User hier profitieren kannst.
Liebe Grüße Urmel
leider ist es so, dass deine Laborergebnisse weder beweisend sind für eine aktive Borrelieninfektion, noch sind sich geeignet Borreliose damit auszuschließen. In der Regel gehen Neurologen davon aus, dass nach einer einmaligen 2-3 wöchigen Behandlung mit Antibiotika alle Erreger eliminiert sind. Dass dem nicht immer so ist, wissen wir aus Erfahrung, wird aber gerne von Ärzten negiert.
Der positive IgM-Befund vor einem Jahr, war zumindest ein Hinweis auf eine mögliche frische Infektion durch Borrelien.
Ich nehme an die positiven IgG vom unteren Abschnitt deines Attachements sind aktuelle Werte? Damit hätte eine Serokonversion stattgefunden, wie es im Laufe einer Infektion durchaus üblich ist.
Was auffällt sind die OspC - Bande im frühen Befund, der sehr spezifisch ist für eine Borrelieninfektion und die 41 kd (Flaggelin) Bande im späten Befund, die leider nicht so spezifisch ist und auch durch andere Spirochäten, wie z.B. Treponema pallidum oder auch andere Geißeltragende Bakterien ausgelöst werden können.
In der Spätphase können noch mehr Banden hinzukommen, was als "normal" angesehen wird, aber ebenso ist es bekannt, dass in der Spätphase Antikörper sogar ganz verschwinden können, was dann als Ausheilung interpretiert wird. Weitere Erklärungen dazu hatte ich dazu schon mal hier zusammengefasst
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=4928
Was tatsächlich passiert, ist nicht hinlänglich bekannt. Einige beschriebene Pathomechanismen deuten darauf hin, dass Spirochäten sich komplett dem Immunsystem entziehen können - sprich dem Angriff durch spezifische Abwehrsysteme, die Antikörper bilden. Damit können sie im Körper unangefochten vom Immunsystem weiterexistieren. Weitere Pathomechanismen sind beschrieben, so ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Immunfaktoren sich gegen körpereigenen Zellen im Sinne von Autoimmerkrankungen richten.
Da man an Hand von Laborwerten nicht entscheiden kann, ob eine Infektion aktiv ist oder nicht, halte ich es für unabdingbar, dass sich ein erfahrener Arzt deine Symptomatik und den Verlauf deiner Erkrankung genauestens anschaut. Ich persönlich würde bei dieser unklaren Situation darauf drängen noch einen weiteren Behandlungsversuch mit Antibiotika zu machen, schon alleine um zu sehen, ob es Veränderungen im positiven Sinn für dich gibt.
MS ist leider ein Oberbegriff von einem Sammelsurium von Erkrankungen unklarer Auslöser, so dass eine aktive Borrelieninfektion bei entsprechender Betrachtung auch darunter eingeordnet werden kann.
Falls du derzeit keine immunsuppressiven Mittel bekommst, würde ich versuchen über einen Borrelien-LTT (Lymphozytentransformationstest) weitere Auskunft darüber zu bekommen. Man sollte aber wissen, dass dieser Test keine Kassenleistung ist und auch keine 100% ige Aussage treffen kann. Da die Lymphozyten aber nicht so langlebig sind wie Antikörper, sprechen diese vielleicht auf ein aktives Infektionsgeschehen mit Borrelien an - dient aber auch nicht als Beweis, denn leider kann es auch falsch positive Resultate geben.
Labore, die sowas ausführen sind unter anderem IMD-Berlin, Labor Ettlingen, Labor -Bremen
Für einen geeigneten Arzt würde ich mich mal in deiner Nähe umschauen, ob dir eine Selbsthilfegruppe vor Ort jemanden empfehlen kann. Adressen findest du hier: http://www.borreliose-nachrichten.de/bor...e-gruppen/ oder du kannst auch hier im Forum nach Ärzten fragen : Ärzte, Therapeuten, Kliniken
Auf alle Fälle würde ich an der Sache dran bleiben und ich hoffe, dass du auch an den Erfahrungen der anderen User hier profitieren kannst.
Liebe Grüße Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)

