24.04.2015, 04:46
Zitat:Der vierte Punkt auf der Liste: Eine Serologie, etwa auf Borrelien oder Chlamydophila pneumoniae vorzunehmen, wenn es keine eindeutige klinische Symptomatik in diese Richtung gibt. Der Infektionsexperte: „Die serologischen Tests sind nicht standardisiert, es gibt eine hohe Rate falsch positiver Tests – bei bis zu 35% der Gesunden kann der Antikörpernachweis gelingen – und es gibt viele nicht etablierte Testverfahren.“ Vor allem seien entsprechende Testergebnisse alleine keine geeignete Therapieindikation.Eine neue Leitlinie in Kurzfassung. Kurz und prägnant. Und dann gleich noch für zwei Erreger. Das nenn ich Effizienzsteigerung. Viel hat der Autor dieser Aussage aber auch nicht nachgedacht. Auf die häufig falsch negativen Resultate aufgrund der grottenschlechten Tests, die nicht standardisiert sind und über deren Zuverlässigkeit null und nichts ausgesagt werden kann, wird natürlich nicht hingewiesen. Klar. Borreliose darf es fast nie sein.
Gibt es in D eine Infektiologengesellschaft? Die sind bei der Überarbeitung der Borreliose Leitlinien aber nicht dabei. Oder habe ich etwas verpasst? Borreliose ist doch eine Infektion. Oder doch ein Internetvirus?

Zum Glück verflüchtigen sich solche Empfehlungen im Alltag bei den meisten rasch wieder.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz

