28.09.2015, 07:53
Hallo Sylvicet,
deine Zusatzinformationen sind sehr wichtig, denn so gibt das ein besseres Bild. Zu deinem Blutbild und dem früheren Zeckenstich. Zunächst war es durchaus gut, dass dein damaliger Hausarzt gleich 4 Wochen mit Antibiotika behandelt hatte. Leider gibt es das Phänomen, dass IgM - Antikörper trotzdem weiterhin bestehen. Warum das so ist, kann keiner mit Bestimmtheit sagen, denn es gibt keine geeigneten Studien dazu. Auch gibt es Kreuzreaktionen mit anderen Bakterien, Viren und Rheumafaktoren, die jedoch auch nicht alle näher spezifiziert sind. Hierfür wäre das Ergebnis des Westernblots, wie auch Johanna schon schrieb, der eigentlich gemacht hätte werden müssen, bei einem positiven Borrelien IgM, interessant zu erfahren - und zwar nicht nur ob negativ oder positiv sondern mit Angabe welche Banden positiv getestet wurden. Nicht zuletzt ist auch nicht auszuschließen, dass Borrelien weiterhin in deinem Körper aktiv sind. Es wäre also gut, wenn du dir alle Laborergebenisse und zwar den Originalausdruck des Labors, indem sie gemacht wurden vom Arzt aushändigen lassen würdest. Dann könnte man ein wenig mehr daraus ableiten.
Hattest du denn direkt im Anschluss oder im Folgejahr Beschwerden, die du vorher nicht hattest?
Leider ist es so, dass zwar wahrscheinlich die überwiegende Zahl an Patienten nach solch einer Behandlung beschwerderei wird und bleibt, aber eine nicht gesicherte Zahl, die je nach Literatur zwischen 5-15% liegt, bleibt auch nach solch einer Behandlung krank oder entwickelt im Laufe der Jahre Symptome, die dann oft nicht mehr mit Zeckenstich in Verbindung gebracht werden (können).
Folgeschäden, wie Schwächung der Sehnen-und Bänder durch Borrelien sind durchaus beschrieben. Ob nun dein Bandscheibenvorfall daher rührt, ist leider nicht beweisbar, es sei denn, es wäre noch entferntes Material da, das man untersuchen könnte.
Folgeschäden, wie du sie von der schlecht verheilten OP beschreibst, sind natürlich wirklich sehr übel.
Insgesamt gestaltet sich die Therapie bei bleibenden Beschwerden einer Borreliose als sehr schwierig und das ist auch ganz individuell unterschiedlich was da am besten greift.
Der Spielraum kann sich von erneuter Antibiotikagabe über längere Zeiträume, Schmerztherapie bis ganz alternative Behandlungsmethoden sich ausdehnen. Gegebenenfalls auch übergreifend.
Eine geschwollene Gesichtshälfte jedoch ist nach meinem Verständnis allerdings ein akutes Geschehen. Da würde ich auch unbedingt einen Zahnarzt hinzuziehen, wenn nicht schon geschehen, nicht dass da was bei den Zähnen gerade anbrennt und ansonsten halte ich längeres Abwarten für keine gute Idee.
In der normalen Schulmedizin ist man zum Thema Lyme-Borreliose leider oft ratlos und wie du selbst gerade erfährst, alleingelassen auch mit so manch einem anderen Problem. Zu Borreliose und weiteren Infektionen fehlt das Wissen nicht nur der Ärzte sondern überhaupt, es wird dafür viel spekuliert und letztlich muss man zum Schluss alleine entscheiden, welchen Weg man gehen möchte.
Entscheidend ist auf jeden Fall, dass sich auch jemand den allgemeinen Zustand deines Körpers betrachtet. Damit meine ich neben den Zähnen insbesondere auch die Funktion der Schilddrüse, Vitamin- und Mineralstoffversorgung und je nach dem auch noch so einiges anderes.
Ich hoffe, dein Hausarzt unterstützt dich wenigstens ein wenig.
Zecken und Lyme-Borreliose gibt es in ganz Deutschland, das wird gerne mal ein wenig vergessen. Wenn du zu Selbsthilfegruppen recherchieren willst, kanns du dich mal auch auf dieser Seite ein wenig umschauen: http://www.borreliose-nachrichten.de/bor...e-gruppen/
Das Alleinegelassenwerden betrifft leider sehr viele.
Liebe Grüße Urmel
deine Zusatzinformationen sind sehr wichtig, denn so gibt das ein besseres Bild. Zu deinem Blutbild und dem früheren Zeckenstich. Zunächst war es durchaus gut, dass dein damaliger Hausarzt gleich 4 Wochen mit Antibiotika behandelt hatte. Leider gibt es das Phänomen, dass IgM - Antikörper trotzdem weiterhin bestehen. Warum das so ist, kann keiner mit Bestimmtheit sagen, denn es gibt keine geeigneten Studien dazu. Auch gibt es Kreuzreaktionen mit anderen Bakterien, Viren und Rheumafaktoren, die jedoch auch nicht alle näher spezifiziert sind. Hierfür wäre das Ergebnis des Westernblots, wie auch Johanna schon schrieb, der eigentlich gemacht hätte werden müssen, bei einem positiven Borrelien IgM, interessant zu erfahren - und zwar nicht nur ob negativ oder positiv sondern mit Angabe welche Banden positiv getestet wurden. Nicht zuletzt ist auch nicht auszuschließen, dass Borrelien weiterhin in deinem Körper aktiv sind. Es wäre also gut, wenn du dir alle Laborergebenisse und zwar den Originalausdruck des Labors, indem sie gemacht wurden vom Arzt aushändigen lassen würdest. Dann könnte man ein wenig mehr daraus ableiten.
Hattest du denn direkt im Anschluss oder im Folgejahr Beschwerden, die du vorher nicht hattest?
Leider ist es so, dass zwar wahrscheinlich die überwiegende Zahl an Patienten nach solch einer Behandlung beschwerderei wird und bleibt, aber eine nicht gesicherte Zahl, die je nach Literatur zwischen 5-15% liegt, bleibt auch nach solch einer Behandlung krank oder entwickelt im Laufe der Jahre Symptome, die dann oft nicht mehr mit Zeckenstich in Verbindung gebracht werden (können).
Folgeschäden, wie Schwächung der Sehnen-und Bänder durch Borrelien sind durchaus beschrieben. Ob nun dein Bandscheibenvorfall daher rührt, ist leider nicht beweisbar, es sei denn, es wäre noch entferntes Material da, das man untersuchen könnte.
Folgeschäden, wie du sie von der schlecht verheilten OP beschreibst, sind natürlich wirklich sehr übel.
Insgesamt gestaltet sich die Therapie bei bleibenden Beschwerden einer Borreliose als sehr schwierig und das ist auch ganz individuell unterschiedlich was da am besten greift.
Der Spielraum kann sich von erneuter Antibiotikagabe über längere Zeiträume, Schmerztherapie bis ganz alternative Behandlungsmethoden sich ausdehnen. Gegebenenfalls auch übergreifend.
Eine geschwollene Gesichtshälfte jedoch ist nach meinem Verständnis allerdings ein akutes Geschehen. Da würde ich auch unbedingt einen Zahnarzt hinzuziehen, wenn nicht schon geschehen, nicht dass da was bei den Zähnen gerade anbrennt und ansonsten halte ich längeres Abwarten für keine gute Idee.
In der normalen Schulmedizin ist man zum Thema Lyme-Borreliose leider oft ratlos und wie du selbst gerade erfährst, alleingelassen auch mit so manch einem anderen Problem. Zu Borreliose und weiteren Infektionen fehlt das Wissen nicht nur der Ärzte sondern überhaupt, es wird dafür viel spekuliert und letztlich muss man zum Schluss alleine entscheiden, welchen Weg man gehen möchte.
Entscheidend ist auf jeden Fall, dass sich auch jemand den allgemeinen Zustand deines Körpers betrachtet. Damit meine ich neben den Zähnen insbesondere auch die Funktion der Schilddrüse, Vitamin- und Mineralstoffversorgung und je nach dem auch noch so einiges anderes.
Ich hoffe, dein Hausarzt unterstützt dich wenigstens ein wenig.
Zecken und Lyme-Borreliose gibt es in ganz Deutschland, das wird gerne mal ein wenig vergessen. Wenn du zu Selbsthilfegruppen recherchieren willst, kanns du dich mal auch auf dieser Seite ein wenig umschauen: http://www.borreliose-nachrichten.de/bor...e-gruppen/
Das Alleinegelassenwerden betrifft leider sehr viele.
Liebe Grüße Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)

