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Ein Neuinfizierter stellt sich vor - und erbittet Rat
#11

Hallo Wastl, 
also du hattest erst 12 Tage Cefuroxim und jetzt seit dem 8.12. Doxycyclin, also seit 7 Tagen, erst 2 x 100 und seit Freitag, also seit 3 Tagen 2 x 200 mg. 
Das ist ja alles noch keine lange Zeit!
Verschlimmerung kann auch ein Zeichen, sein, dass die höhere Dosis was bewirkt. (s. Herxheimer-Reaktion)
Es kann auch sein, dass es eine Weile braucht. 
Alles Gute
Sabine
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Thanks given by: Filenada , borrärger , Wastl , urmel57 , Claas
#12

Hallo Sabine,

danke für deine Antwort.
Da hast du sicherlich Recht, lange ist das noch nicht, v.a. das Doxy.
Allerdings sind die Symptome schon eher nervenlastig, ich hab keine Lust dass durch Verzögerungen dann alles noch wilder wird.
Bin auch bissl ängstlich hinsichtlich Escape und Zystenbildung, da soll das Doxycyclin ja eher ungut sein.  Confused

Ich habe mit ein bisschen Glück (darf auch mal sein) morgen einen Termin bei einer Spezialistin in Augsburg bekommen, mal sehen was da rauskommt.

Wenn ihr Hinweise dazu habt, gerne per PN.... danke!

Grüße
Wastl
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Thanks given by: urmel57
#13

Hi Wastl,

dass Doxy Zystenbildung begünstigt ist eine Legende, es gibt keine validen Studien dazu...

Liebe Grüße,
Claas
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Thanks given by: Wastl , urmel57 , Valtuille
#14

Danke für den beruhigenden Hinweis!
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#15

(16.12.2025, 20:25)Claas schrieb:  Hi Wastl,

dass Doxy Zystenbildung begünstigt ist eine Legende, es gibt keine validen Studien dazu...

Liebe Grüße,
Claas

Es gibt mittlerweile zig in vitro Studien über Persisterformen von Bb bei Pubmed. Einfach Borrelia burgdorferi persisters in der Suchmaschine von PubMed eingeben!

Siehe u.a.

"Evaluation of in vitro antibiotic susceptibility of different morphologic forms of Borrelia burgdorferi "

von Dr.Sapi , 2011
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Thanks given by: Claas
#16

@Wastl: Siehe meine Antwort an Till. Doxy und Cetotaxim wirken nicht gegen Zysten und Biofilme. Es wirkt nur gegen die sich aktiv teilenden spirochetalen Borrelienformen. Leider enthalten aktuelle Leitlinien der Borreliose keine AB, die gegen diese Persisterformen wirken!Diese sind für die Toleranz gegen ABs und die Persitenz der Borrelien nach AB offensichtlich verantwortlich ( siehe bei PubMed die Studien von Prof.Eva Sapi).
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Thanks given by: Wastl
#17

(16.12.2025, 10:50)Wastl schrieb:  Hallo Sabine,

danke für deine Antwort.
Da hast du sicherlich Recht, lange ist das noch nicht, v.a. das Doxy.
Allerdings sind die Symptome schon eher nervenlastig, ich hab keine Lust dass durch Verzögerungen dann alles noch wilder wird.
Bin auch bissl ängstlich hinsichtlich Escape und Zystenbildung, da soll das Doxycyclin ja eher ungut sein.  Confused

Ich habe mit ein bisschen Glück (darf auch mal sein) morgen einen Termin bei einer Spezialistin in Augsburg bekommen, mal sehen was da rauskommt.

Wenn ihr Hinweise dazu habt, gerne per PN.... danke!

Grüße
Wastl
 Ich kann deine Angst nachvollziehen und ich glaube nicht,  dass Abwarten die Lösung sein sollte,  denn du hast Symptome,  die auf eine aktive Infektion hindeuten.Eigentlich hätte dich dein Hausarzt wegen der neurologischen Symptome längst zum Neurologen überweisen sollen! 

Magst du mir per PN den Namen und Adresse der Spezi in Augsburg mitteilen?

Mich würde auch brennend interessieren,  welche Diagnostik und Therapie sie dir vorgeschlagen hat.

Ich wünsche dir baldige Besserung!

LG Framboise
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Thanks given by: Wastl
#18

(21.12.2025, 16:17)Framboise schrieb:  
(16.12.2025, 20:25)Claas schrieb:  Hi Wastl,

dass Doxy Zystenbildung begünstigt ist eine Legende, es gibt keine validen Studien dazu...

Liebe Grüße,
Claas

Es gibt mittlerweile zig in vitro Studien über Persisterformen von Bb bei Pubmed. Einfach Borrelia burgdorferi persisters in der Suchmaschine von PubMed eingeben!

Siehe u.a.

"Evaluation of in vitro antibiotic susceptibility of different morphologic forms of Borrelia burgdorferi "

von Dr.Sapi , 2011
 
Danke für deine Richtigstellung!
Diese Studie war mir nicht bewusst - ich hoffe, Wastl orientiert sich daran.
Hatte tatsächlich auch gedacht, dass der "Hype" um Tinidazol vorbei ist, zumal ja eine gewisse Karzinogenität (wie auch bei Metro) vermutet wird.
Laut der Studie aber ist Tinidazol ja der Top Performer der untersuchten ABs...

Liebe Grüße,
Claas
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#19

Claas hatte mit seiner Aussage dennoch Recht. Die Sapi Studie ist ohne praktische Aussagekraft, da die Dosierungen im Menschen nicht erreichbar sind. Zudem ist Sapi auch aus einer anderen Disziplin stammend, die Ergebnisse konnten bei methodisch höherwertigen neueren Versuchen nicht reproduziert werden. Siehe auch meine Zusammenfassung hier:
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid191463

Dass Doxy kontraindiziert ist wegen angeblicher Zystformation (die auch ohne AB vorliegen wird) widerspricht auch allen Studien an Menschen, bei denen Doxy wirksam ist bei einem Großteil der Patienten.
Zu Tinidazol gibt es bis heute keine Studie an Menschen mit Borreliose. Bewährt hat es sich nicht, sonst wäre der Hype und jede neue Laborstudie und Alternativen nicht so groß.
Was im Menschen wirkt, wenn Doxy bzw. Andere gut erforschte ABs nicht wirken (und warum), kann am Ende des Tages niemand sicher sagen, solange es keine kontrollierten Studien dazu gibt.

The elm, the ash and the linden tree
The dark and deep, enchanted sea
The trembling moon and the stars unfurled
There she goes, my beautiful world
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Thanks given by: Claas , Filenada
#20

(21.12.2025, 22:37)Claas schrieb:  
(21.12.2025, 16:17)Framboise schrieb:  
(16.12.2025, 20:25)Claas schrieb:  Hi Wastl,

dass Doxy Zystenbildung begünstigt ist eine Legende, es gibt keine validen Studien dazu...

Liebe Grüße,
Claas

Es gibt mittlerweile zig in vitro Studien über Persisterformen von Bb bei Pubmed. Einfach Borrelia burgdorferi persisters in der Suchmaschine von PubMed eingeben!

Siehe u.a.

"Evaluation of in vitro antibiotic susceptibility of different morphologic forms of Borrelia burgdorferi "

von Dr.Sapi , 2011
 
Danke für deine Richtigstellung!
Diese Studie war mir nicht bewusst - ich hoffe, Wastl orientiert sich daran.
Hatte tatsächlich auch gedacht, dass der "Hype" um Tinidazol vorbei ist, zumal ja eine gewisse Karzinogenität (wie auch bei Metro) vermutet wird.
Laut der Studie aber ist Tinidazol ja der Top Performer der untersuchten ABs...

Liebe Grüße,
Claas
Lieber Claas,

ich fürchte,  es gibt leider keine Top-Performer unter den von den aktuellen Leitlinien empfohlenen AB ( Tetrazykline, Macrolide, Tinidazol/Metronidazol, usw.). Und bei den ABs , die in neueren Studien für wirksam gegen Persisterformen wie Zysten und Biofilme in vitro kürzlich gefunden wurden,  gibt es so weit ich weiß, keine in vivo Studien,  nicht mal an Tieren. 

Tinidazol wurde mir während meiner gepulsten kombinierten Langzeitantibiose 2014-2015  von meinem Spezi immer wieder gegeben,  aber  ob dieses AB tatsächlich gegen meine vermutlichen Biofilme im Körper und Zysten wirksam war, ist reine Spekulation,  zudem ich ja in  den 12 Monaten Therapie zig verschiedene ABs eingenommen habe ( immer 2 ABs gleichzeitig- verschiedener AB Klasse, 10 Tage lang,  dann 20 Tage Pause ).Die Theorie meines leider verstorbenen Spezis ( der Patienten mit chronischen Infektionen wie Rikettsiose und Borreliose über 30 Jahre lang mit diesem Schema behandelt hat) war, dass die Borrelien während der Antibiose sich nach und nach in Zysten umwandelten- die von den üblichen ABs unangreifbar sein sollen,  weil sie sich nicht teilen- sich in den 20tätigen ABs Pausen wieder in sich teilenden spirochetalen umwandelten, welche bei der nächsten 10tägigen Antibiose angegriffen werden konnten. Über Biofilme haben wir- glaube ich- nicht geredet. So spürte ich nach 6 Monaten Antibiose eine deutliche Symptomlinderung, nach 10 Monaten war ich komplett symptomfrei und bin es 10 Jahre lang geblieben.

Ich habe persönlich im Frühstadium (1-2 Wochen nach Zeckenstich) 6 Wochen Doxycycline bekommen ( 2 x 200 mg, glaube ich) , war nach 5 Wochen beschwerdefrei, 1 Woche nach Absetzen des ABs sind Schmerzen an Fußsohlen und Kopfschmerzen wieder aufgetaucht und haben 7 Jahre lang angehalten. Ca 2 Monate später war der LTT beim IMD Berlin positiv.

Meine Theorie ist, dass  Doxy im Frühstadium alle spirocherale Borrelien abgetötet habe,  aber ein Teil der Borrelien während der 6wöchigen Frühantibiose sich in Zysten umgewandelt haben, die sich nach Absetzen des AB wieder in aktiven, sich teilenden Borrelien wieder umgewandelt haben.Daher das erneute Auftreten der neuropathischen Schmerzen.

Alles natürlich reine Spekulation,  da ja damals niemand in meinem Körper reinschauen konnte,  um diese These zu prüfen.
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