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Borreliosewahrscheinlichkeit genetisch veranlagt?
#1

https://www.helmholtz-hzi.de/media-cente...PkmySFd6Cs


Borreliose ist die häufigste durch Zeckenstiche übertragene Erkrankung in Deutschland. Ob für die Krankheitsentstehung eine besondere genetische Veranlagung eine Rolle spielt und welche immunologischen Prozesse im Körper beteiligt sind, ist bislang noch nicht hinreichend verstanden. Ein Forschungsteam des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM), einer gemeinsamen Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat nun in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Radboudumc (Radboud Universitair Medisch Centrum) sowie des Amsterdam UMC (beide Niederlande) eine verantwortliche Genvariante sowie beteiligte Immunparameter entdeckt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in zwei Studien veröffentlicht. Diese sind im Fachmagazin Nature Communications und BMC Infectious Diseases erschienen.

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Thanks given by: hanni , FreeNine , Claas , Regi , Sabine , USch4 , Valtuille , Nala
#2

Sehr interessant.
"Zum einen konnten wir zeigen, dass bei Vorliegen dieser Genvariante antientzündliche Prozesse im Körper gedrosselt waren. Das heißt: Entzündungen und Krankheitssymptome der Borreliose halten dadurch womöglich länger an“, erklärt Li. Und die Forschenden entdeckten darüber hinaus, dass Erkrankte mit dieser Genvariante deutlich weniger Antikörper gegen Borrelien produzierten. Sie vermuten, dass die Bakterien dadurch nicht effizient bekämpft werden können und die Erkrankung dadurch länger andauert."

Das trägt offenbar auch noch zu den Schwierigkeiten der Diagnostik bei.

Und zeigt, dass es nicht nur wichtig ist, die Borrelien zu bekämpfen, sondern auch die überschießenden entzündlichen Körperreaktionen zu beruhigen?
Sind wir hier im Forum dann alles solche Leute mit der genetischen Veranlagung, von Borrelien eher krank zu werden als andere?
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Thanks given by: urmel57 , deinalina , FreeNine , USch4 , Valtuille , Nala , Framboise , hanni
#3

Interessant. Ich vermute diese genetische Prädisposition seit Langem. Ich selbst ( 2008 7 Jahre lang erkrankt nach einem Zeckenstich, mit positivem LTT, negativem Elisa, chronischer EM ähnliche Hautrötung und vermutlich schulmedizinisch nicht entdeckte Neuroborreliose) habe offensichtlich ein extrem aggressives Immunsystem mit Neigung zu Entzündungen. Ich habe 2 Autoimmunerkrankungen ( Hashimoto Thyreoiditis und Vitiligo) und eine chronische Parodontose mit extremen Rückgang des Kieferknochen trotz sehr guter Mundhygiene ( die parondontalen Keime habe ich allerdings von meinen Eltern geerbt, aber die Neigung zu extremer Entzündung des Parodont von meinem Vater. Meine Schwester leidet auch darunter).

Ich habe auch vermutlich genetisch bedingte seltene Muskelerkrankung ( Hypokaliämische Periodische Paralyse), aber da nur 70 % der verantwortlichen Gene gefunden worden sind, gehöre ich leider zu den Patienten, deren genetische Untersuchung keinen Hinweis auf die Erkrankung gegeben hat ( es liegt nicht an einer Neuroborreliose, denn Kalium im Blut ist bei fast allen Krisen erniedrigt und Kalium Gaben ( intravenös im KH oder oral zuhause, hat immer die Paralyse verschwinden lassen.)

Übrigens war TNF alpha ein paar Monaten nach dem Zeckenstich 2008 erhöht ( und LTT beim IMD Berlin erhöht).
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Thanks given by: Sabine
#4

https://www.globallymealliance.org/resea...WpeL3fJqng


Eine weitere Studie einer amerikanischen Gruppe in Boston, die eine genetische Prädisposition insbesondere für Lyme-Arthritis vermutet und experimentell weiterverfolgt hat.
Zitat:Nicht jeder erholt sich gleich von der Lyme-Borreliose. Neu veröffentlichte, von der GLA unterstützte Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Unterschiede in Genen des Immunsystems, darunter das TLR1-Gen, erklären könnten, warum manche Menschen chronische Komplikationen der Lyme-Borreliose entwickeln.

Ob sich das nun so viel von der europäischen Studie unterscheidet, kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen. Dass die Ergebnisse zweier unabhängiger  Gruppen zu ähnlichen Ergebnissen führen , deutet jedoch darauf hin, dass es nicht zu ignorieren ist und ernstzunehmende Probleme bei genetischer ungünstiger Konstellation durch Borrelien entstehen können.

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Thanks given by: FreeNine , magihe
#5

Hallo Urmel bzw. @all,
weist du bzw. jemand, ob es da schon Möglichkeiten gibt die ev. genetische Veranlagung für den betroffenen Patienten festzustellen? Das interessiert mich persönlich brennend privat.
VLG

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” Mahatma Ghandi

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Thanks given by:
#6

Witzigerweise habe ich direkt vor einigen Tagen direkt zu diesem Thema etwas vom IMD gefunden:

https://www.imd-berlin.de/spezielle-komp...diagnostik
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Thanks given by: FreeNine
#7

https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...9#pid52599

Das Thema gibt's schon seit mehr als 10 Jahren. Man hört hier allerdings kaum was dazu. Schade eigentlich, ich finde das schon sehr lange sehr interessant. Ich weiß allerdings nicht, wie solide die Studien sind, auf die sich seit über 10 Jahren berufen wird. 

Ich habe das damals machen lassen und meine Schlüsse für mich daraus gezogen.

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Thanks given by: FreeNine
#8

Mir persönlich geht es bei der Frage zum Test um die Erkrankungswahrscheinlichkeit .
Wenn mit dem Test Personen herausgefiltert werden können wo die Wahrscheinlichkeit groß ist an Borreliose zu erkranken bzw. eben die Person zu sein, die im Vergleich zu anderen auch nicht so schnell "heilt" bzw. eine gesundheitliche Verbesserung der chronischen Infektion eintritt, also man eher das Pech hat chronisch zu erkranken.

Wenn ich weis, dass ich zu der Personengruppe eben mit dieser genetischen Veranlagung zähle, inwieweit kann diese genetische Veranlagung weitervererbt werden?
Könnte es sein, das meine Enkel das gleiche Los gezogen haben?

Mir geht folgendes nach wie vor durch den Kopf.
Meine einzige Enkelin hat seit Jahren gesundheitliche Probleme, die auch zu einer Borreliose passen könnten. Ich bitte die Tochter seit Jahren auch mal Borreliose abklären zu lassen. Aber da treffe ich auf taube Ohren meiner Tochter. (Die Enkelin hatte keine Zecke (damals) und auch keine Wanderröte. Punkt aus.)

Definitiv hat die Enkelin immense Probleme in der Schule und tut mir so unendlich Leid .
Sie bekommt seit Jahren Tabletten und wird neurologisch behandelt??? (Eine richtige Ursache wurde wohl nicht gefunden.) Sie isst durch die Medikamente auch sehr einseitig und schlecht. Diagnosen sind Epilepsie (obwohl sie nie wieder Anfälle hatte und seit der Schule ADHS. - mit einem Jahr hatte sie einen Fieberschock ähnlichen Anfall mit kurzzeitigen Atemaussatz, das war der Auslöser für die neurologische Behandlung)

Wenn sie bei uns allein war, ist sie teils sehr ruhig und ausgeglichen. Und sie ist nicht dumm und kann sich auch konzentrieren, wenn sie nicht abgelenkt wird. 
Die Entwicklung war bei ihr teils stark verzögert, z.b. das Sprechen, die Feinmotorik,  Konzentration usw. Teils würde es auf die Tabletten geschoben. Sie wurde ein Jahr später eingeschult und hat in der ersten Klasse sehr viel aufgeholt. Und wird wohl die 2. Klasse nachholen müssen oder eine ganz andere Lösung muss gefunden werden. Ansonsten ist sie sehr kontaktfreudig mit anderen Kindern usw. 

Letztens sagte sie ganz traurig, dass sie weiß, dass sie nicht wie die anderen Schüler ihrer Klasse Rechnen kann. (Das kam sehr emotional und traurig rüber.)
Und sie hat in der zweiten Klasse immer noch Probleme zu Lesen, obwohl sie alle Buchstaben kennt. Sie hat einen Schulbegleiter seit Anfang der 2. Klasse und bekommt eigene Aufgaben usw. Andererseits merkt sie sich Dinge, die manchmal nur am Rande erwähnt wurden. Und sie ist inzwischen auch raffiniert und trickst ihre Eltern bzw. Erzieher gegenseitig aus, wenn sie etwas nicht machen will bzw.. "keinen Bock" darauf hat.

Vieles scheint bei ihr auch nur eine Übungssache zu sein und von der Erziehung abzuhängen.. Leider wurde sie auch viel zu sehr geschont bzw. es so hingenommen wie es war. Und ich kann mit letztendlich kein 100% ig richtiges Bild machen, da ich sie zu selten sehe. 

Wenn somit ein genetischer Nachweis und Zusammenhang bzgl. Vererbung möglich wäre, wäre es ein Argument nochmals auch nach möglichen Infektionen suchen zu lassen?

Man macht sich als Oma halt so Gedanken.  Heart
Wenn ich unseren OnLyme-Kinder-Flyer mit dem  Kind sehe, es könnte die Enkelin sein.

Es war jetzt etwas lang.
VLG von FreeNine

PS. Vielleicht sind meine Denkansätze auch völlig falsch?

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