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Jod gegen Borrelien? - Scheinbar zumindest in vitro
#1

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4738477/

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[Bild: 7a0b71-1566768867.jpg]

Nun stellt sich nur noch die Frage, ob und wie diese Beobachtungen in die Praxis umgesetzt werden können. Gibt es hier jemanden, der eine Behandlung mit Jod versucht hat?
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#2

Sorry, wenn ich jetzt dazu schreibe, denn du fragtest, ob es jemand schon ausprobiert hat. Das habe ich nicht und würde auch davon abraten.

Ich habe mit in vitro Studien grundsätzliche Vorbehalte. Diese können nie die Bedingungen wie sie im Körper vorliegen simulieren. Jod ist ja ein Desinfektionsmittel. Klar dass es gegen Keime wirkt. Die Frage ist, ob es dorthin in den Körper kommt, wo diese sitzen und ob die Dosierung zu realisieren ist, ohne toxisch zu werden.

Da auch Vitamin C angeführt wird als durchaus potentes Mittel gegen Borrelien, kommen mir etwas Zweifel bei der Übertragbarkeit der in der Studie durchgeführten in vitro-Ergebnisse auf die Praxis.

Jod hat auf alle Fälle erheblichen Einfluss auf die Schilddrüse und würde ich daher nicht versuchen wollen.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)
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Thanks given by: Waldgeist , Zuversichtliche , borrärger
#3

Hallo Borrelienkriegsveteran,

Schau mal, zu dieser Studie hatten wir im Forum schon früher mal Diskussionen. Da ging es auch um die anderen getesteten Substanzen.

https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8334

Liebe Grüße Urmel

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#4

(26.08.2019, 06:49)urmel57 schrieb:  Sorry, wenn ich jetzt dazu schreibe, denn du fragtest, ob es jemand schon ausprobiert hat. Das habe ich nicht und würde auch davon abraten.

Ich habe mit in vitro Studien grundsätzliche Vorbehalte. Diese können nie die Bedingungen wie sie im Körper vorliegen simulieren. Jod ist ja ein Desinfektionsmittel. Klar dass es gegen Keime wirkt. Die Frage ist, ob es dorthin in den Körper kommt, wo diese sitzen und ob die Dosierung zu realisieren ist, ohne toxisch zu werden.

Da auch Vitamin C angeführt wird als durchaus potentes Mittel gegen Borrelien, kommen mir etwas Zweifel bei der Übertragbarkeit der in der Studie durchgeführten in vitro-Ergebnisse auf die Praxis.

Jod hat auf alle Fälle erheblichen Einfluss auf die Schilddrüse und würde ich daher nicht versuchen wollen.

Liebe Grüße Urmel

Ja, versteh ich schon. Nur, wenn das Leben eh zerstört ist, dann bin ich auch gewillt alles zu versuchen. Bei dem Zustand der letzten sechs Monate hab ich fast nichts mehr zu verlieren. Ich würde halt kucken, dass ich mit dem Jod nicht über die empfohlene max. Menge/Tag komme. Die benötigte Konzentration in der Studie war ja deutlich weniger als bei Doxycyclin.
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Thanks given by: urmel57
#5

So, hab es mal ausgerechnet. Bei Jod wird 200 μg / Tag (500 μg ist die Obergrenze) empfohlen. Die normalerweise verschriebene Doxycyclin-Menge liegt dagegen bei 200 mg / Tag, also das Tausendfache.
In der Studie ist Jod zwar etwa 5 - 10 x so wirksam wie Doxycyclin, man müsste aber trotzdem das 100-200fache der empfohlenen Tagesdosis einnehmen. Das scheint mir auch zu gewagt. Schade.
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Thanks given by: urmel57 , Markus , borrärger
#6

Hallo!

Jod gibt es in Form der Lugolschen Lösung zu kaufen - ich glaube sogar rezeptfrei in der Apotheke. Wie schon erwähnt, kann das aber schnell zu Schilddrüsenproblemen führen. Damit würde ich sehr aufpassen! Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man vor der Einnahme der Lugolschen Lösung den Körper entgiften sollte.

Weniger gefährlich wäre es, das Jod in Form von Kelp-Tabletten (Braunalgen) zu nehmen (gibts bei Amazon: Bio Kelp Extrakt).
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Thanks given by: borrärger
#7

Durch Jod hat sich meine Schilddrüse wieder normalisiert und die beiden Knoten sind verschwunden. Mir hat Jod sehr gut getan... aber ob es Bakterien getötet hat?!?!?!?! Das kann ich mir nicht vorstellen
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Thanks given by: borrärger , togian
#8

also in vitro funzt garantiert auch 30 %ige Salzsäure prima. Vergiss in Vitro.
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Thanks given by: borrärger
#9

(25.08.2019, 22:38)Borrelienkriegsveteran schrieb:  Nun stellt sich nur noch die Frage, ob und wie diese Beobachtungen in die Praxis umgesetzt werden können. Gibt es hier jemanden, der eine Behandlung mit Jod versucht hat?
Ich habe dazu das Buch "die jodkrise" gelesen. Mein HP hat ihre Borreliose selbst unter anderem mit Jod therapiert. Bei mir ging es nicht wegen einem heißen Knoten in der Schilddrüse.
Aber ich bezweifle dass bei einer schweren Borreliose wie ich sie habe Jod die Lösung ist.
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Thanks given by: borrärger
#10

Hallihallo,
Jod war früher (vor der Erfindung von ABs) ein oft genutztes Mittel für "ohnehin äh alles" und auch für Infekte aller Art.
Meist als 1x Gabe.

Ich hab es vor einigen Jahren entdeckt und nehme es seit dem "hochdosiert" ein (imho nicht "hochdosiert", sondern so wie es mein Körper braucht. Und das ist um vieles höher als RDA, DACH usw...).
Würde es nicht mehr missen wollen.
Meine Erfahrungen und Recherchen habe ich hier beschrieben: https://www.symptome.ch/threads/jod-hoch...en.136520/
dort sind auch die wichtigsten Quellen zu dem Thema verlinkt.
(meine chron. Borreliose war aber zu dem Zeitpunkt gefühlt schon länger weg.)

Ob es bei einer akuten Infektion mit Borreliose und Co. hilft, versuche ich gerade rauszufinden.
(hoffentlich reicht topisch. Wenn nicht, würde ich 1-2 Tage mehrere 100mg nehmen (ich habe es schon mehrfach genommen in so hohen Dosen, weiß also worauf ich achten muss). Allerdings warne ich EINDRINGLICH vorm Nachmachen, ohne sich GRÜNDLICH einzulesen und vA notwendige SD Diagnostik vorab zu machen.

Dazu ein paar allg. Infos: Jod wurde ja uA früher verwendet um vor und nach einer OP die Stelle mit der OP Wunde zu versorgen (aka zu "desinfizieren").
Es gibt keinerlei Resistenzen gegen Jod. Kann es auch nicht geben, da Jod es "sehr schick" macht. Jod ist sehr reaktiv und klaut einfach aus den Bakterienhüllen Bestandteile, an die es sich bindet. Somit - Lücke in der Hülle, Bakterie tot.
(stark vereinfacht gesagt). Und gegen den Mechanismus können sie sich nicht wehren.
(die Frage ist natürlich was genau im Körper passiert. Ich kann es aktuell nur von anderen Infekten bei mir sagen - da hat das mit dem Jod prima funktioniert).

Somit: ich hab noch nicht herausgefunden, ob Borrelien und div. Co-Infekte alle eine entsprechend "reaktive Hülle" haben. (zumindest bei Borrelien schauen die Erfahrungsberichte gut aus).
Studien wird man meiner Einschätzung nach kaum finden (allein die notwendige Dosierung wird es wohl in keine Studie schaffen).

Schade, dass "ehemaliges Mitglied" nicht mehr da ist - würde mich sehr interessieren mehr über den HP und seine Behandlung mit Jod zu erfahren (Dosierung, Behandlungsdauer usw.).

Für "gefloxte" könnte Jod die oder ein Teil der Lösung ihrer Probleme sein. (Wenn Jod fehlt, docken unerwünschte Halogene an den Jodrezeptoren an und verursachen allerlei Ärger. Fluorchinolone - wie der Name schon sagt - enthalten ein unerwünschtes Halogen das besagten Ärger macht. Jod, kann diese unerwünschte Verbindung wieder auflösen. Es gibt eine FB Gruppe zu dem Thema (ich hab mich nicht näher damit beschäftigt. Bin nur bei meinen generellen Jodrecherchen auf diesen Aspekt gestoßen).

Ah, ich seh grad es gibt hier noch einen Thread zu dem Thema: https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...=lugolsche

(ich suche gerade nach topischer (oberflächlicher) Anwendung vom Jod nach einem Zeckenbiss auf der Haut. Falls jemand von euch dazu Quellen (gerne auch Erfahrungsberichte) hat...

lg togi
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