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Hallo und willkommen!
Zunächst einige Fragen:
-Welches Symptom trat als erstes auf? Gab es bei Beschwerdebeginn besondere Ereignisse? Bspw. hoher Stress, erinnerlicher Zeckenstich, Erkältung/Infekt, vorherige Auslandsreisen, Umzüge usw.?
-Gibt es derzeit eine Verdachtsdiagnose außerhalb der Borreliose oder mehrere Diagnosen (neben Reizdarm), welche die Symptome erklären?
-Ist es richtig, dass im Immunoblot nur die P41 und VLSE positiv sind, also p18 und p39 negativ?
-Die neurologischen Beschwerden wurden bereits fachärztlich untersucht, wenn ich das richtig interpretiere?
Die Magen-Darm-Probleme sind nicht ganz typisch für Borreliose, können aber im Kontext vorkommen, aber auch durch andere Urachen/Erreger verursacht werden.
Zu deinen Fragen: IgM Antikörper spielen in späteren Krankheitsphasen gemäß geltender Lehrmeinung keine Rolle. Leider können die Antikörper nicht sicher zwischen einer akuten oder ausgeheilten Infektion unterscheiden. Ob deine Beschwerden damit in Zusammenhang stehen, kann der Test leider auch nicht beantworten.
D.h. die Interpretation ist richtig, dass es einen Kontakt gab. Ob es sich um eine aktive Borreliose handelt, kann man nicht sicher sagen.
Meinte deine Neurologin eine Lumbalpunktion? Diese wird bei Verdacht auf Neuroborreliose gerne gemacht. Neben dem Vergleich der Borreliose-Antikörper im Blut und Liquor wird auch nach weiteren Auffälligkeiten im Liquor (bspw. eine Zellerhöhung) gesucht.
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Moin!
Welches Symptom trat als erstes auf?
Seit 4-5 Jahren habe ich mit Bauchschmerzen / Müdigkeit zu tun und wurde deswegen auch schon 2 mal gespiegelt.
Dort waren wohl keine wirklichen Entzündungen in Magen und Darm zu erkennen was die Blut und Stuhlwerte mehrfach ergänzten.
Mehrere Anläufe mit Pantoprazol und Darmbakterien brachten auch nicht wirklich was.
Das einzige was der Internist sagte ist das meine Magenklappe nicht ganz schließt. Das merke ich auch ab und zu durch Reflux je nach Ernährung. Alkohol seit dem nur noch selten.
Gab es bei Beschwerdebeginn besondere Ereignisse? Bspw. hoher Stress, erinnerlicher Zeckenstich, Erkältung/Infekt, vorherige Auslandsreisen, Umzüge usw.?
Ich war mal in Thailand im Urlaub aber da hatte ich außer einen Tag Durchfall nichts und da mein komplettes Blutbild in Ordnung war wurde dort nicht weiter geforscht...
Zecken hatte ich früher viele da ich viel im Wald und am Gewässer verbacht habe aber nie wissentlich einen roten Fleck um einen Zeckenbiss gehabt...
Sonst keine Ereignisse.
-Gibt es derzeit eine Verdachtsdiagnose außerhalb der Borreliose oder mehrere Diagnosen (neben Reizdarm), welche die Symptome erklären?
Seit HWS MRT vor 2 Wochen eine Nerveneinengung an der HWS bei Wirbel 6 / 7 was aber nicht das Kribbeln und die Taubheit im Gesicht und Beinen erklärt lt. Doc und Physio...
Sonst nur Reizdarm/Magen/Reflux bisher...
Leichter Bluthochdruck der auch mal versuchshalber angegangen wurde. Hat aber nichts gebracht, laufe seit dem 3-4 mal die Woche und die Werte sind im Rahmen.
-Ist es richtig, dass im Immunoblot nur die P41 und VLSE positiv sind, also p18 und p39 negativ?
Ja
-Die neurologischen Beschwerden wurden bereits fachärztlich untersucht, wenn ich das richtig interpretiere?
Ja mit EEG und Nervenleitgeschwindigkeit da war alles in Ordnung...
Die Magen-Darm-Probleme sind nicht ganz typisch für Borreliose, können aber im Kontext vorkommen, aber auch durch andere Ursachen/Erreger verursacht werden.
Helicobacter usw. wurde schon getestet...Vielleicht könnte man dort nochmal weiter forschen...
Zu deinen Fragen: IgM Antikörper spielen in späteren Krankheitsphasen gemäß geltender Lehrmeinung keine Rolle. Leider können die Antikörper nicht sicher zwischen einer akuten oder ausgeheilten Infektion unterscheiden. Ob deine Beschwerden damit in Zusammenhang stehen, kann der Test leider auch nicht beantworten.
Aber wäre nicht bei einer akuten Borreliose der IGM Positiv?
D.h. die Interpretation ist richtig, dass es einen Kontakt gab. Ob es sich um eine aktive Borreliose handelt, kann man nicht sicher sagen.
Meinte deine Neurologin eine Lumbalpunktion? Diese wird bei Verdacht auf Neuroborreliose gerne gemacht. Neben dem Vergleich der Borreliose-Antikörper im Blut und Liquor wird auch nach weiteren Auffälligkeiten im Liquor (bspw. eine Zellerhöhung) gesucht.
Liquor wurde noch nicht gemacht... Titer steht jetzt noch aus...
Grüße
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20.01.2026, 08:58
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.01.2026, 16:32 von
Il Moderator lI.)
XXX
Gelöscht wegen Doppelposting.
Gruß Moderator
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Ich würde einmal auf eine Dünndarmfehlbesiedelung testen zeitzone
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IGG ELISA & Immunblot positiv bei 64.7
IGM ELISA negativ
VisE Ba ++
VisE Bb +
VisE Bg +
p83 -
p41 +++
p39 -
p18 -
OSPc -
Bandenmuster -
Das ist die komplette Tabelle...Es fehlten 2 Werte...
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In aller Kürze:
Der IgM ist kein Aktivitätsmarker. Er kann bei einer akuten Borreliose im späteren Stadium komplett negativ ausfallen, gleichzeitig bei erfolgreich therapierten und symptomfreien Patienten jahrelang positiv bleiben. Das macht die Intepretation etwas schwierig.
In deinem konkreten Fall ist es daher auch nicht ganz einfach. Bei längerer Erkrankungsdauer würde die Schulmedizinische Sichtweise argumentieren, dass nach 5 Jahren auch die Banden der späteren Stadien (in dem Fall bspw. p83) positiv sein müssten bzw. ein ausgeprägteres Bandenmuster vorliegen sollte. Andererseits kriegt man je nach Labor halt auch andere Ergebnisse, wie ich aus eigener Erfahrung mit der gleichen Blutprobe weiß.
Generell kann man den Kontakt mit Borrelien annehmen. Ob dieser lange oder kurz vor Erkrankungsbeginn oder auch erst nach der Erkrankung stattfand und ob ein Zusammenhang zu den Beschwerden besteht, kann der Test nicht beantworten. Hier dürfte es im Zweifelsfall auf die klinische Einschätzung der Ärzte ankommen, ob man einen Behandlungsversuch probiert.
Bei dem Aufenthalt in Thailand und Durchfallerkrankung würde ich aber tatsächlich diesen Aspekt nochmals in den Blick nehmen und ggf. auch exotische Erreger in den Blick nehmen. Diese werden in Europa gerne übersehen. Warst du mal in einem Tropeninstitut bzw. wurdest auf exotische Erreger (Bakterien, Viren aber auch Parasiten) untersucht? Waren Eosinophile oder IgE-Wert (allgemeine IgE-Antikörper) mal auffällig?
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Hallo Romso,
die Diagnose ist immer das Problem.
Zittrigkeit (nicht sichtbar, sondern so ein zittriges Gefühl) und Kribbeln an verschiedenen Stellen in verschiedener Art sind auch bei mir Symptome. Dazu so eine Art Schwummrigkeit im Kopf, ein leichts Schwindelgefühl (ohne direkte Gangunsicherheit), Mißempfindungen im Gesicht u.a.
Magenprobleme hatte ich auch eine Zeitlang, ein Spezi meinte, Bartonellen als Coinfektion könnten da beteiligt sein. Nach langen blöden Antibiotikabehandlungen bei "Borreliose-Spezis" habe ich keine Magenprobleme mehr, das immerhin nicht. Auch die vielen Kopfschmerzen waren deutlich besser, das Kribbeln nur weniger, die Mißempfindungen weniger, aber nicht weg. Aktuell alles wieder mehr, entweder die verbliebenen Bakterien haben sich allmählich wieder vermehrt, oder es kommt von den leider neuen Zecken letzten Sommer, oder vielleicht auch von Viren, Corona ging ja auch mal wieder um.
Mein Hausarzt hält von alledem nichts. Die Tests, die ich bei ihm immerhin gemacht hatte, waren komplett negativ. Bei zwei anderen Laboren dann aber doch positiv.
Zecken auch mein ganzes Leben jede Menge, nie eine Wanderröte. Man bedenke, dass es mehrere Borrelia-Arten gibt, zu schweigen von anderen Erregern, dass die Borrelien sich im Gewebe einnisten und u.U. gar keine Antikörper gebildet werden. All das macht es sehr schwierig, eine Diagnose zu stellen.
Hier im Forum gibts dazu viel, z.B. auch den Link zu einem Vortrag letztens in Brandenburg mit guten Fotos von mikroskopischen Präparaten (die Behandlung ist dann noch wieder ein anderes kompliziertes Thema).
Viel Glück,
Sabine