Wie ging es weiter?
(Es gab früher mal eine Sendung im Fernsehen, wo solche Fälle zum Besten gegeben wurden!)
Also:
Ich habe einen Widerspruch im Sommer geschrieben mit erweiterter Begründung.
Und im September kam ein Zwischenbescheid mit einem Widerspruchsgutachten nach Aktenlage des MDK.
(Im Gutachten waren nicht alle relevanten Diagnosen und Symptome berücksichtigt wurden.)
Damit wurde der Antrag erneut abgelehnt. Anbei war ein Formular, wo ich mitteilen konnte, dass ich den Antrag bis ... zurück nehme. Wenn nicht geht der Antrag weiter zum Widerspruchsausschuss. Eine andere Möglichkeit gab es nicht .
Für den Widerspruchsbescheid hat die Kasse regulär 3 Monate Zeit. Damit geriet mein Antrag wohl etwas in Vergessenheit ....
Als ich jetzt im Februar mein 3. Folgerezept bei der Schwester vom Schmerzarzt holen wollte, bekam sie keins mehr aus dem Computer raus. Also meine Behandlungsfolgen waren für diese Diagnose erst mal ausgeschöpft.
Und nun muss ich bis Ende März wieder auf einen Termin beim Schmerzarzt selbst warten. Zum Glück konnte die Schwester mich noch einschieben.
Also eine andere noch schnelle Lösung musste her ....
Als erstes habe ich schon etwas wütend die Krankenkasse angerufen und nachgefragt wie es nun weitergehen soll aus ihrer Sicht und was mit meinem Widerspruchsbescheid ist, da ja inzwischen schon über 4 Monate vergangen sind und ich ihre Untätigkeit schon hätte einklagen können. Jedenfalls wurde ich nun an eine Mitarbeiterin in der Hierarchie weiter oben weitergeleitet. Die mir wenigstens weiterhelfen konnte, dass der Antrag bei nächsten stattfindenden Sitzung des Widerspruchsausschusses mit abgearbeitet wird. Wenn ich den Bescheid habe, sollte ich die Mitarbeiterin wieder kontaktieren, dafür erhielt ich auch die Durchwahl ... und dann schauen wir weiter.
Ende Februar war die Sitzung und Anfang März kam der ablehnende Widerspruchsbescheid. Also wieder die Mitarbeiterin angerufen. Laut Aussage habe ich nun die Möglichkeit 1. zu klagen oder 2. Einen neuen Antrag zu stellen.
Krönung war folgender Satz im Bescheid: (Auf das Schreiben der KK vom September) "Sie erhielten Gelegenheit zur Äußerung. Davon machten Sie keinen Gebrauch." - Hätte ich liebend gern getan, wenn die KK die Möglichkeit dazu gegeben hätte.
Ich hatte der Mitarbeiterin der KK ja schon im 1. Gespräch mitgeteilt, dass ich nicht klagen werde, da ich jetzt und nicht erst in ein paar Jahren eine Lösung benötige.
Sie gab mir aktuell noch den Tipp, mein Arzt könnte mir ja eine andere Diagnose aufs Rezept schreiben, die laut Heilmittel-Katalog eine Dauerbehandlung ermöglicht und so könnte ich den Antrag umgehen. Sie wollte mir da noch ein paar Diagnosen zukommen lassen per Post.
Welcher Arzt lässt sich die Diagnose vom Patienten vorschreiben?
In der Hoffnung, dass das zu erwartende Schreiben so verfasst ist, dass es mir im Arztgespräch hilft, wieder gewartet...
Gestern kam dann der Brief mit einem Ausdruck aus dem Heilmittelkatalog. Das Papier und Porto hätten sie sparen können, da ich den Katalog ja kenne und hätte selbst ausdrucken können.
Parallel bin ich wieder zu meinem alten (Borreliose)-Allgemeinarzt 35 km entfernt, der mir bisher die Verordnungen ausgestellt hat, aber schon im Rentenalter ist und ganz schnell mal in den Ruhestand gehen kann. Der hat mir dann erst mal ein Folgerezept ausgefüllt mit anderer Diagnose aber auch als Therapie KG-ZNS.
Hintergrund des ganzen Prozederes ist: dieser Arzt ist weiter entfernt und kann irgendwann mal nicht mehr praktizieren. Mein Hausarzt und Orthopäde haben laut Aussage nicht das Budget dafür und mich deshalb Ende 2024 zum Schmerzarzt geschickt, da der ein größeres Budget hätte. Im Mai 25 hatte ich dann endlich einen Termin.
.. Habe ich ja alles gemacht...
Ich bekomme wegen den bestehenden Folgesymptomen nach Borreliose seit ca. 2013/2014 durchweg Physiotherapie als KG-ZNS Verordnung (10er Rezept). Zuerst von einer Alten Neurologin (1 Stunde Autofahrt entfernt) mit Borrelioseerfahrung damals auf die Diagnose A69.2 und "außer des Regelfalls". Als sie 2017 in Rente ging, bekam ich von ihrer Nachfolgerin die möglichen Einheiten nach Katalog und die "außer des Regelfall-Regelung" war sie dann nicht mehr bereit einzugehen.
Der Neurologe hier vor Ort sagte mir auch gleich, dass er mir keine Physiotherapie verordnen könnte, für die chronischen Erkrankungen gäbe es Einschränkungen...
Mein alter o.g. Allgemeinmediziner hat dann das ganze Übernommen und ist nach wie vor der Meinung, dass ich die Physiotherapie dringend benötige um meine Mobilität einigermaßen zu erhalten. Nachdem die "Außer des Regelfall-Regelung" von der GKV eingestellt wurde, musste ich feststellen, dass er eine Diagnose aus dem Heilmittelkatalog mit möglicher Daueranwendung stellte ..
Zwischendurch hatte ich ab und zu auch noch kleine Verordnungen der Orthopädin.
Also die Kasse bezahlt seit über 10 Jahren regelmäßig meine mir verordneten Therapien laut Heilmittelkatalog und es ist ja wohl auch in den Unterlagen der Kasse ersichtlich.
Vorteil der oben beantragten Dauertherapie wäre nach Bewilligung:
- die Verordnung kann der Hausarzt usw. vor Ort ausstellen und es fällt aus der Budgetierung soweit selbst erlesen.
- Die Physiotherapie Praxis kann langfristig besser planen durch regelmäßige Verordnungen
- und der Patient spart sich Wege und muss nicht in diversen Praxen sitzen und um eine Folge zu "erbetteln" und nimmt damit auch keinen zusätzlichen Zeitbedarf eines Facharztes in Anspruch, wo schon wieder ein ander Patient behandelt werden könnte.
PS. Für eine Verordnung vom Schmerzarzt muss ich dort außerdem für jedes Quartal einen Überweisungsschein vom Hausarzt vorlegen.
Also die Dauerverordnung wäre für alle Beteiligten eine Win-Win Situation.
Aber unsere Bürokratie scheint immer weiter ausbaubar zu sein - nur nicht logisch?
Andererseits Schmerzmittel würde mir jeder Arzt ohne Kommentar verschreiben.
Und im MDK-Gutachten empfiehlt man mir wieder eine ambulante oder stationäre Schmerztherapie. Dafür brauche ich dann keinen Antrag. (Obwohl auch das im Vorfeld mit den Ärzten abgesprochen wurde und bei bestehender ME/CFS auch teils nicht von Vorteil erscheint,)
Ein richtiger Affen-Tanz.
Aber laut Gesundheitsministerin wird ja alles besser durch die vielen neuen Reformen, so dass Kassenbeiträge gespart und die Wege einfacher werden. Wer's glaubt....
Aber Rentner haben wohl Zeit für noch mehr Bürokratie.
Der Zwischenbescheid der
FreeNine
(Es gab früher mal eine Sendung im Fernsehen, wo solche Fälle zum Besten gegeben wurden!)
Also:
Ich habe einen Widerspruch im Sommer geschrieben mit erweiterter Begründung.
Und im September kam ein Zwischenbescheid mit einem Widerspruchsgutachten nach Aktenlage des MDK.
(Im Gutachten waren nicht alle relevanten Diagnosen und Symptome berücksichtigt wurden.)
Damit wurde der Antrag erneut abgelehnt. Anbei war ein Formular, wo ich mitteilen konnte, dass ich den Antrag bis ... zurück nehme. Wenn nicht geht der Antrag weiter zum Widerspruchsausschuss. Eine andere Möglichkeit gab es nicht .
Für den Widerspruchsbescheid hat die Kasse regulär 3 Monate Zeit. Damit geriet mein Antrag wohl etwas in Vergessenheit ....
Als ich jetzt im Februar mein 3. Folgerezept bei der Schwester vom Schmerzarzt holen wollte, bekam sie keins mehr aus dem Computer raus. Also meine Behandlungsfolgen waren für diese Diagnose erst mal ausgeschöpft.
Und nun muss ich bis Ende März wieder auf einen Termin beim Schmerzarzt selbst warten. Zum Glück konnte die Schwester mich noch einschieben.
Also eine andere noch schnelle Lösung musste her ....
Als erstes habe ich schon etwas wütend die Krankenkasse angerufen und nachgefragt wie es nun weitergehen soll aus ihrer Sicht und was mit meinem Widerspruchsbescheid ist, da ja inzwischen schon über 4 Monate vergangen sind und ich ihre Untätigkeit schon hätte einklagen können. Jedenfalls wurde ich nun an eine Mitarbeiterin in der Hierarchie weiter oben weitergeleitet. Die mir wenigstens weiterhelfen konnte, dass der Antrag bei nächsten stattfindenden Sitzung des Widerspruchsausschusses mit abgearbeitet wird. Wenn ich den Bescheid habe, sollte ich die Mitarbeiterin wieder kontaktieren, dafür erhielt ich auch die Durchwahl ... und dann schauen wir weiter.
Ende Februar war die Sitzung und Anfang März kam der ablehnende Widerspruchsbescheid. Also wieder die Mitarbeiterin angerufen. Laut Aussage habe ich nun die Möglichkeit 1. zu klagen oder 2. Einen neuen Antrag zu stellen.

Krönung war folgender Satz im Bescheid: (Auf das Schreiben der KK vom September) "Sie erhielten Gelegenheit zur Äußerung. Davon machten Sie keinen Gebrauch." - Hätte ich liebend gern getan, wenn die KK die Möglichkeit dazu gegeben hätte.
Ich hatte der Mitarbeiterin der KK ja schon im 1. Gespräch mitgeteilt, dass ich nicht klagen werde, da ich jetzt und nicht erst in ein paar Jahren eine Lösung benötige.
Sie gab mir aktuell noch den Tipp, mein Arzt könnte mir ja eine andere Diagnose aufs Rezept schreiben, die laut Heilmittel-Katalog eine Dauerbehandlung ermöglicht und so könnte ich den Antrag umgehen. Sie wollte mir da noch ein paar Diagnosen zukommen lassen per Post.
Welcher Arzt lässt sich die Diagnose vom Patienten vorschreiben?
In der Hoffnung, dass das zu erwartende Schreiben so verfasst ist, dass es mir im Arztgespräch hilft, wieder gewartet...
Gestern kam dann der Brief mit einem Ausdruck aus dem Heilmittelkatalog. Das Papier und Porto hätten sie sparen können, da ich den Katalog ja kenne und hätte selbst ausdrucken können.
Parallel bin ich wieder zu meinem alten (Borreliose)-Allgemeinarzt 35 km entfernt, der mir bisher die Verordnungen ausgestellt hat, aber schon im Rentenalter ist und ganz schnell mal in den Ruhestand gehen kann. Der hat mir dann erst mal ein Folgerezept ausgefüllt mit anderer Diagnose aber auch als Therapie KG-ZNS.
Hintergrund des ganzen Prozederes ist: dieser Arzt ist weiter entfernt und kann irgendwann mal nicht mehr praktizieren. Mein Hausarzt und Orthopäde haben laut Aussage nicht das Budget dafür und mich deshalb Ende 2024 zum Schmerzarzt geschickt, da der ein größeres Budget hätte. Im Mai 25 hatte ich dann endlich einen Termin.
.. Habe ich ja alles gemacht...
Ich bekomme wegen den bestehenden Folgesymptomen nach Borreliose seit ca. 2013/2014 durchweg Physiotherapie als KG-ZNS Verordnung (10er Rezept). Zuerst von einer Alten Neurologin (1 Stunde Autofahrt entfernt) mit Borrelioseerfahrung damals auf die Diagnose A69.2 und "außer des Regelfalls". Als sie 2017 in Rente ging, bekam ich von ihrer Nachfolgerin die möglichen Einheiten nach Katalog und die "außer des Regelfall-Regelung" war sie dann nicht mehr bereit einzugehen.
Der Neurologe hier vor Ort sagte mir auch gleich, dass er mir keine Physiotherapie verordnen könnte, für die chronischen Erkrankungen gäbe es Einschränkungen...
Mein alter o.g. Allgemeinmediziner hat dann das ganze Übernommen und ist nach wie vor der Meinung, dass ich die Physiotherapie dringend benötige um meine Mobilität einigermaßen zu erhalten. Nachdem die "Außer des Regelfall-Regelung" von der GKV eingestellt wurde, musste ich feststellen, dass er eine Diagnose aus dem Heilmittelkatalog mit möglicher Daueranwendung stellte ..
Zwischendurch hatte ich ab und zu auch noch kleine Verordnungen der Orthopädin.Also die Kasse bezahlt seit über 10 Jahren regelmäßig meine mir verordneten Therapien laut Heilmittelkatalog und es ist ja wohl auch in den Unterlagen der Kasse ersichtlich.
Vorteil der oben beantragten Dauertherapie wäre nach Bewilligung:
- die Verordnung kann der Hausarzt usw. vor Ort ausstellen und es fällt aus der Budgetierung soweit selbst erlesen.
- Die Physiotherapie Praxis kann langfristig besser planen durch regelmäßige Verordnungen
- und der Patient spart sich Wege und muss nicht in diversen Praxen sitzen und um eine Folge zu "erbetteln" und nimmt damit auch keinen zusätzlichen Zeitbedarf eines Facharztes in Anspruch, wo schon wieder ein ander Patient behandelt werden könnte.
PS. Für eine Verordnung vom Schmerzarzt muss ich dort außerdem für jedes Quartal einen Überweisungsschein vom Hausarzt vorlegen.
Also die Dauerverordnung wäre für alle Beteiligten eine Win-Win Situation.
Aber unsere Bürokratie scheint immer weiter ausbaubar zu sein - nur nicht logisch?
Andererseits Schmerzmittel würde mir jeder Arzt ohne Kommentar verschreiben.
Und im MDK-Gutachten empfiehlt man mir wieder eine ambulante oder stationäre Schmerztherapie. Dafür brauche ich dann keinen Antrag. (Obwohl auch das im Vorfeld mit den Ärzten abgesprochen wurde und bei bestehender ME/CFS auch teils nicht von Vorteil erscheint,)
Ein richtiger Affen-Tanz.
Aber laut Gesundheitsministerin wird ja alles besser durch die vielen neuen Reformen, so dass Kassenbeiträge gespart und die Wege einfacher werden. Wer's glaubt....
Aber Rentner haben wohl Zeit für noch mehr Bürokratie.
Der Zwischenbescheid der
FreeNine
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